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Die einen freuen sich über ihn, die anderen fürchten ihn. Den Fischotter. Vor gut 30 Jahren war er fast ausgerottet, in ganz Deutschland gab es nur noch eine Handvoll Tiere. Deshalb wurde er streng geschützt. Die Bestände haben sich seitdem deutlich erhöht, allein im Freistaat soll es wieder knapp 1.500 Fischotter geben. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte.Aber in vielen Gegenden Bayerns sehen die Menschen das anders, so auch im Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz. Mehr als 4.000 Teiche gibt es in der Region, viele Familien züchten hier seit Generationen Fische. Doch jetzt sehen sie ihre Tradition bedroht - durch den Fischotter. Bis zu 500 Kilo frisst ein ausgewachsenes Tier pro Jahr und das hat Folgen: leere Netze, verletzte Fische, frustrierte Teichwirte. Die Staatsregierung wollte die Fischotterjagd erleichtern. Doch Deutsche Umwelthilfe und BUND Naturschutz haben erfolgreich dagegen geklagt, was den bayerischen Jagdminister Hubert Aiwanger ärgert. Es sei völlig unverständlich, dass die Verbände „ideologisch verblendet mit ihren ständigen Klagen gegen die Fischotterverordnung die Teichwirte zur Aufgabe treiben.“ Der BUND Naturschutz sieht das anders und fordert mehr alternative Schutzmaßnahmen wie Zäune: „Statt sich auf den Sündenbock Fischotter zu versteifen, brauchen die Teichwirte praxisnahe Unterstützung.“Soll der Otter bejagt werden dürfen? Welche praktikablen Alternativen zum Abschuss gibt es? Und was braucht es, damit die Teichwirtschaft in Bayern eine Zukunft hat?Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger live in Tirschenreuth mit Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.
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| Moderator: | Tilmann Schöberl, Franziska Eder |