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Wetten auf aktuelle Weltereignisse schaffen es immer wieder in die aktuelle Berichterstattung, wie zum Beispiel Wetten auf den US-amerikanischen Angriff auf den Iran. Auch in den sozialen Medien und in Foren zieht die Thematik immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Wettstrategien, persönliche Schicksale und Videos von eigenen Wetten werden hunderttausendfach geteilt. Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn die ganze Welt zum Spielfeld wird?
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Wo im Iran werden die nächsten Bomben fallen? Wird Donald Trump heute jemanden beleidigen? Und kommt Jesus dieses Jahr zurück?Das sind keine Schlagzeilen, sondern Wetten. Auf sogenannten Prediction Markets lässt sich auf nahezu jedes denkbare Ereignis setzen. Alles bekommt ein Preisschild von Kriegen über Wahlen bis hin zu Promiskandalen. In Deutschland sind solche Plattformen verboten, in den USA boomen sie. Sie gelten als Stimmungsbarometer für das Weltgeschehen. Ähnlich wie an der Börse werden dort statt Aktien, Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Ereignisse gehandelt.Das Versprechen gleicht dem American Dream: Jeder kann mitmachen und mit den richtigen Vorhersagen Geld verdienen. Aber stimmt das wirklich? Reporterin Carolin von der Groeben reist in die USA und taucht in die Welt der Prediction Markets ein. Sie begleitet drei junge Männer, Anfang 20, die sich mit ihren Gewinnen einen Luxus-Lifestyle finanzieren, inklusive Lamborghini und Boot. Ein schlechtes Gewissen, mit Wetten auf Kriege Geld zu verdienen? Fehlanzeig!Außerdem trifft Carolin die Superforecasterin Dawna Coutant. Sie erstellt seit Jahren professionelle Prognosen für Unternehmen und Institutionen. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was gute Vorhersagen tatsächlich ausmacht. Schnell wird klar: Erfolgreiche Predictions basieren nicht auf Bauchgefühl oder politischem Gespür, sondern auf der systematischen Auswertung von Daten. Doch genau darin liegt das Problem. Wer über besonders viele oder sogar vertrauliche Informationen verfügt, hat einen entscheidenden Vorteil. Prediction Markets gelten deshalb als anfällig für Insiderhandel. Mehrere bekannte Fälle zeigen, wie Menschen mit exklusivem Wissen hohe Gewinne erzielen konnten lange bevor diese Informationen öffentlich wurden. Und auch das Bild vom demokratischen Handelsplatz bekommt Risse. Recherchen ergaben, dass Influencer, die auf TikTok mit angeblichen Gewinnen auf Prediction Markets werben, teilweise von den Plattformen selbst für ihre Videos bezahlt wurden. Ist der Traum vom schnellen Geld also doch zu schön um wahr zu sein? Reporterin Carolin trifft auch Menschen in Deutschland, die sich mit Vorhersagen befassen: Einer legal im Bereich Kriegsstrategie und einer illegal auf Prediction Markets. Beide wünschen sich, die Legalisierung von Prediction Markets, schließlich könne man zwar auf Ereignisse wetten, würde sie dadurch ja aber nicht beeinflussen. Aber was macht das mit einer Gesellschaft, wenn die ganze Welt zum Spielfeld wird? Und sind Prediction Markets wirklich ein Symbol für die Intelligenz der Massen oder füllen die Massen am Ende die Portemonnaies einiger Insider?
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