75 Jahre Deutschland - Wir Grenzgänger

Deutschland, 2024
bis 01:45
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260813001500
VPS 00:15

Der in der Türkei geborene Tanju Tügel kam Ende der 70er-Jahre in die Bundesrepublik und siedelte einige Zeit später in die DDR über, wo er als Mitglied der in seiner Heimat verbotenen Kommunistischen Partei studieren konnte. Doch nicht alle seine Hoffnungen gingen in Erfüllung.


Bildauswahl:


Bild 1

Der in der Türkei geborene Tanju Tügel kam Ende der 70er-Jahre in die Bundesrepublik und siedelte einige Zeit später in die DDR über, wo er als Mitglied der in seiner Heimat verbotenen Kommunistischen Partei studieren konnte. Doch nicht alle seine Hoffnungen gingen in Erfüllung.


Bild 2

Roland Schreyer, der nahe der Grenze zur Bundesrepublik aufwuchs, kehrte Ende der 80er Jahre nach einem Verwandtenbesuch im Westen nicht in die DDR zurück. Er schaffte es, einen Weg durch den Eisernen Vorhang zu finden, auf dem er seine Familie in die Bundesrepublik nachholen konnte.


Bild 3

Reinhard Mey wuchs in West-Berlin auf. Sein Traum, einmal in der DDR auftreten zu können, blieb lange unerfüllt. Erst Tage vor dem Mauerfall, Anfang November 1989, bekam er die Gelegenheit, in Dresden aufzutreten.


Bild 4

Barbara Galonska saß 1978mit ihrem neunjährigen Sohn 1978 in einem Flugzeug, das auf dem Weg von Danzig nach Ostberlin war. Von Entführern wurde die Piloten zur Landung in Tempelhof (West-Berlin) gezwungen. Plötzlich sah sie sich vor die schwere Entscheidung gestellt, ob sie nun im Westen bleiben oder in die DDR zurückgehen sollte.


Bild 5

Liane Weinstein wird am 13. August 1961 als Kleinkind durch den Bauer der Berliner Mauer von ihren Eltern getrennt. Erst Jahre später wird sie ihre Eltern wiedersehen.


Bild 6

DDR-Schlagersänger Frank Schöbel konnte schon ab Anfang der 1970er Jahre in der Bundesrepublik singen, kehrte aber immer wieder zu seiner Familie und seinen Fans in der DDR zurück.


Bild 7

Im Leben vieler Menschen spiegelt sich die Geschichte des geteilten Deutschlands. Unter ihnen sind auch Prominente wie der Schlagersänger Frank Schöbel, die Musikerin und Schauspielerin Katja Ebstein und der Modedesigner Wolfgang Joop, die im 90-minütigen ZDF-Film von ihrem Schicksal als "Grenzgänger" erzählen.


Bild 8

Logo "Terra X History"


Bild 9

Wolfgang Joop zog es immer wieder in die Heimat seiner Jugend zurück, nach Potsdam. Beratung in Sachen Mode ermöglichte ihm ein DDR-Visum. Ungeachtet ideologischer Trennlinien und auseinanderlaufender Entwicklungswegen blieb auch bei ihm das Bewusstsein der Verbundenheit immer lebendig.


Bild 10

In der Biografie der Liedermacherin Bettina Wegner spiegelt sich die Zerrissenheit des geteilten deutschen Landes. Ihre Hoffnung auf einen menschlicheren Sozialismus in der DDR wurde immer weiter enttäuscht, am Ende stand das Auftrittsverbot und auf Drängen des SED-Regimes der Wechsel in den Westen.


Bild 11

.

Themen

    Details

    Deutschland hat Geburtstag! Mit der Verkündung des Grundgesetzes im Mai 1949 entstand vor 75 Jahren die Bundesrepublik. Wenige Monate später, im Oktober, wurde die DDR gegründet. Im Mittelpunkt des Films stehen Menschen, in deren Leben sich die Geschichte des geteilten Landes spiegelt: Prominente wie die Musiker Reinhard Mey und Frank Schöbel. Aber auch Unbekannte, die versuchten, die Grenze zu überwinden oder mit der Spaltung zu leben. Reinhard Mey wuchs in Westberlin auf. Sein Traum, einmal in der DDR auftreten zu können, blieb lange unerfüllt. Im Gegensatz dazu war Katja Ebstein ein gern gesehener Gast im Osten und durfte dort sogar eine ganze Fernsehserie drehen. DDR-Schlagersänger Frank Schöbel konnte schon ab Anfang der 1970er-Jahre in der Bundesrepublik singen, kehrte aber immer wieder zu seiner Familie und seinen Fans in der DDR zurück. In der Biografie der Liedermacherin Bettina Wegner spiegelt sich dagegen die Zerrissenheit des geteilten Landes. Ihre Hoffnung auf einen menschlicheren Sozialismus in der DDR wurde immer mehr enttäuscht, am Ende stand das Auftrittsverbot. Auf Drängen des Regimes ging sie in den Westen, der ihr jedoch immer fremd blieb. Erzählt werden aber auch Geschichten wie die von Liane Weinstein. Durch den Bau der Berliner Mauer 1961 war die Ostberlinerin als Kleinkind von ihren Eltern getrennt worden. Oder Barbara Galonska: Mit ihrem neunjährigen Sohn saß sie 1978 in einem Flugzeug, das auf dem Weg von Danzig nach Ostberlin war. Von Entführern wurden die Piloten zur Landung in Tempelhof gezwungen. Plötzlich sah sie sich vor die schwere Entscheidung gestellt, ob sie nun im Westen bleiben oder in die DDR zurückgehen sollte. Roland Schreyer, der nahe der Grenze zur Bundesrepublik aufwuchs, kehrte Ende der 80er-Jahre nach einem Verwandtenbesuch im Westen nicht in die DDR zurück. Er schaffte es, einen Weg durch den Eisernen Vorhang zu finden, auf dem er seine Familie in die Bundesrepublik nachholen konnte. Der in der Türkei geborene Tanju Tügel ging den umgekehrten Weg. Ende der 70er-Jahre in die Bundesrepublik gekommen, siedelte er in die DDR über, wo er als Mitglied der in seiner Heimat verbotenen Kommunistischen Partei studieren konnte. Doch nicht alle seine Hoffnungen gingen in Erfüllung. Wolfgang Joop zog es immer wieder in die Heimat seiner Jugend zurück, nach Potsdam. Beratung in Sachen Mode ermöglichte ihm ein DDR-Visum. Ungeachtet ideologischer Trennlinien und auseinanderlaufender Entwicklungswege blieb auch bei ihm das Bewusstsein der Verbundenheit immer lebendig.

    Hinweis

    Personen

    von:Steffi Lischke, Frank Diederichs


    TVinfo
    X