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Lokomotivführer Raymond Pinsard verliert nach einem Unfall sein Augenlicht. Der Verlust stürzt ihn in eine tiefe Krise und zwingt ihn, sein bisheriges Leben neu zu ordnen. Allmählich versucht er seinen Platz in einer Welt zu finden, die er nicht mehr sehen kann. Schicksalsdrama aus dem Jahr 1951 von Georges Lacombe mit Jean Gabin in der Hauptrolle.
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Lokomotivführer Raymond Pinsard erblindet durch einen Unfall mit Wasserdampf. Während er, völlig verzweifelt, keinen Sinn mehr im Leben sieht, trifft er Jean Gaillard, der als Blinder Rundfunkgeräte repariert. Gaillard überzeugt ihn, die Blindenschule zu besuchen, in der auch er sein Handwerk gelernt hat.
In der Schule lernt Raymond nicht nur die Braille-Schrift, er lernt vor allem Louise kennen, eine blinde Lehrerin, der es gelingt, die Schüler zu motivieren. Raymond und Louise verlieben sich allmählich ineinander. Als Raymond dann von einer ominösen Operation erfährt, die ihn wieder sehen lassen soll, beginnt er, sich ein Leben mit Louise vorzustellen.
Doch der Buchhalter der Anstalt, Lionel Moreau, ist ebenfalls in Louise verliebt und glaubt, ihr ein besseres Leben bieten zu können, als Raymond es je könnte. In seiner Eifersucht sagt er Raymond, die Operation könne niemals gelingen - und stürzt ihn erneut in die Depression. Wird Raymond seine Blindheit akzeptieren können, oder lebt er weiter in der Hoffnung auf eine Wunderheilung?
„Die Nacht ist mein Reich“ erzählt ergreifend von Verlust, Hoffnung und der Fähigkeit des Menschen, selbst schwerste Schicksalsschläge zu überwinden. Für die damalige Zeit war die differenzierte Darstellung blinder Personen ungewöhnlich und vergleichsweise modern. Der Film entstand in einer Phase, in der sich das französische Kino verstärkt mit den Folgen von Krieg, Verlust und persönlicher Neuorientierung auseinandersetzte.
Hinweis
Für seine Darstellung des erblindeten Lokomotivführers Raymond Pinsard wurde Jean Gabin 1951 bei den internationalen Filmspielen von Venedig mit dem Volpi-Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet. „Die Nacht ist mein Reich“ ist der erste einer Reihe von Filmen auf ARTE anlässlich des 50. Todestages von Jean Gabin am 15. November 2026.Synchronfassung, Produktion: Les Productions Cinématographiques
Personen
Schauspieler: Rolle | Raymond Pinsard Louise Louveau Lionel Moreau Jean Gaillard Simone Julien Latour Schwester Gabrielle |
| Regie: | Georges Lacombe |
| Drehbuch: | Marcel Rivet |
| Kamera: | Philippe Agostini |
| Musik: | Yves Baudrier |