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Wenn das Neujahrsfest näher rückt, leeren sich die Textilwerkstätten von Zhili. Die Menschen kehren in ihre Heimatorte zurück, um das Fest mit ihren Familien zu begehen. Die wenigen Arbeiterinnen und Arbeiter, die noch vor Ort sind, müssen vor der Heimreise oft hartnäckig um ihren Lohn kämpfen.
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Die Arbeiterinnen und Arbeiter kommen meist Ende Februar, nach dem chinesischen Neujahrsfest, nach Zhili. Sie bleiben bis Ende Juni, kehren Ende Juli zurück und arbeiten dann bis Januar des folgenden Jahres. Ihr Alltag ist von extremen Arbeitszeiten geprägt: Sie schuften sieben Tage die Woche, von 8.00 bis 23.00 Uhr, also 15 Stunden täglich, mit nur einem freien Abend pro Woche.
Zu Beginn des Films begleitet der Regisseur Arbeiter aus Zhaotong in der Provinz Yunnan, die seit Jahren in den Textilwerkstätten von Zhili beschäftigt sind. Vor dem Neujahrsfest 2016 kämpfen sie darum, ausstehende Löhne für das zweite Halbjahr zu erhalten - und müssen sich bis dahin Geld leihen, um über die Runden zu kommen.
Für Arbeiter, die von weit her anreisen, hat das Neujahrsfest besondere Bedeutung: Es ist die einzige Zeit im Jahr, in der sie ihre Familien sehen können. Deshalb machen sich alle auf den Heimweg - mit oder ohne Geld in der Tasche.
„Jugend - Die Heimkehr“ ist der abschließende Teil der Youth-Trilogie des renommierten chinesischen Regisseurs Wang Bing, zu der auch „Jugend - Der Frühling“ (2024) und „Jugend - Harte Zeiten“ (2024) gehören. Sie gilt schon jetzt als eines der wichtigsten dokumentarischen Langzeitprojekte der Gegenwart.
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