Picasso und seine Ehefrau Jacqueline bei der Corrida in Fréjus 1966
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Picasso und seine Ehefrau Jacqueline bei der Corrida in Fréjus 1966

"Le petit picador jaune" von 1890 war Picassos erstes Ölgemälde. Er malte es mit acht Jahren auf den Deckel einer Zigarrenkiste.

In ?Minotaure à la carriole? (deutsch: ?Minotaurus mit einem Wagen?) von 1933 zieht Picassos Kunstfigur Minotaurus den Wagen seiner gescheiterten Ehe mit Olga Khokhlova aus dem Dreck.

Picasso mit Korbmaske als Stier im Jahr 1956


In Picassos Werk ?Minotaure caressant une dormeuse? von 1933 streichelt ein offensichtlich verliebter Minotaurus eine schlafende Frau mit seinem Kopf.

Picassos ?Stillleben mit Stierschädel? von 1942: Das Werk ist sein Kommentar zum Zweiten Weltkrieg und zur Untergangsstimmung in Europa, inspiriert von den Totenschädeln in den barocken Vanitas-Darstellungen.
Übersicht
Sie waren Picassos große Leidenschaft: die Stiere. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen. Er besuchte Stierkämpfe, sein Leben lang. Ihre mächtigen Hörner wurden zu einem wiederkehrenden Motiv in seinem Werk. Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren: von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles.
Themen
Details
In Pablo Picassos berühmten Bild „Guernica“ richtet ein Stier den Blick direkt auf den Betrachter. Grimmig thront Spaniens Nationalsymbol über dem Grauen, das nach dem Angriff deutscher Bomber in der baskischen Stadt Guernica herrschte. Stiere waren Picassos große Leidenschaft. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen.
Picasso-Kenner sagen: Es ist der Künstler selbst, der zuschaut. Er habe sich selbst in der Rolle des Minotaurus gesehen, dem menschenverschlingenden Stiermenschen aus der griechischen Mythologie, eine Kreatur von enormer Kraft und Grausamkeit, halb Mensch, halb Stier.
Seit Picassos Zeiten hat sich der Blick auf den Stierkampf - die Corrida - grundlegend verändert, er wird inzwischen von vielen als abstoßend und veraltet empfunden. Heute stehen ethische Betrachtungen und Aspekte des Tierwohls im Vordergrund. Für den im französischen Exil lebenden Picasso dagegen bedeutete die Corrida auch eine Erinnerung an sein Heimatland Spanien, in das er seit der Machtübernahme des Diktators Franco keinen Fuß mehr setzte. Auf den Rängen der Arenen im südfranzösischen Arles oder Nîmes fand Picasso Trost - und künstlerische Inspiration.
Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren - von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles - und zeigt, wie das Stiermotiv die verschiedenen Schaffensphasen Picassos auf immer neue Weise prägte.
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