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An Amerikas Buchregalen tobt ein Kulturkrieg. Auf der einen Seite lautstarke Befürworter ausufernder Buchverbote, auf der anderen Bibliothekarinnen, die das Recht auf Lesefreiheit verteidigen. Schulbibliotheken waren jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens, des ersten Kontaktes mit der großen unbekannten Welt. Doch konservativen US-Aktivisten sind sie ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll entfernt werden. Im Oktober 2021 veröffentlicht Matt Krause, republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Texas, eine Liste mit 850 Büchern, die von den Schulen auf „obszöne“ und „rassistische“ Inhalte überprüft werden sollten. Die meisten der beanstandeten Titel behandeln Themen wie Diskriminierung oder LGBTQ+-Identität. Er fordert, dass Schülerinnen und Schüler vor „Pornografie“ und allem, was bei ihnen „Unbehagen“ oder „Schuldgefühle“ hervorrufen könnte, geschützt werden müssten, indem man solche Bücher aus den Schulbibliotheken entferne. Selbst ernannte Elternrechtsgruppen wie die ultrakonservativen „Moms for Liberty“ haben seitdem landesweit die Propagandatrommel gerührt. Immer mehr Bücher werden beanstandet, immer gezielter werden diese Attacken koordiniert. Inzwischen sind bereits Tausende Bücher aus Schulbibliotheken verbannt worden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die nur ihren Job machen - Kindern Zugang zu einer breiten, altersgerechten Auswahl an Literatur zu verschaffen -, sehen sich Diffamierung und Drohungen ausgesetzt, online und im täglichen Leben. Trotzdem haben viele von ihnen nicht klein beigegeben und leisten Widerstand, organisieren sich und kämpfen. Dafür haben sie teilweise mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlt. Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieser heldenhaften Kämpferinnen und Kämpfer. Gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger, die unerwartet zu Verteidigern der Demokratie geworden sind - und die alles riskieren, um die Grundrechte ihrer jungen Schützlinge zu bewahren.
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