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Messaging-Apps wie Telegram sind die digitale Brutstätte von Extremismus und Gewalt. Der Film zeigt den Aufstieg und die Entdeckung des länderübergreifenden Terrornetzwerks „Terrorgram“. Terrorgram: ein Netzwerk von extremistischen Chatgruppen, die Neonazis und Gewalt feiern. Dort verbreiten Nutzer nicht nur rechtsradikale, antisemitische und LGBTQ+-feindliche Ideologien, sie radikalisieren gezielt junge Nutzer und stiften zu Gewalttaten an. Plattformen wie Telegram sind kaum moderiert und dienen als Propagandamaschine für junge Einzeltäter. 2022 ist der Anschlag auf eine LGBTQ+-Bar in Bratislava ein trauriges Beispiel für diese neue Art des Terrorismus. Der Attentäter Juraj Krajcík wurde im Terrorgram-Netzwerk nicht nur radikalisiert, er bekam dort sogar konkrete Anleitungen für die Umsetzung seiner Terrorattacke. Im Anschluss wurde sein Manifest im Terrorgram-Netzwerk verbreitet, Krajcík wurde von den Nutzern als „Heiliger“ gefeiert. In seinem Manifest beruft sich Krajcík auf Anschläge in Christchurch, Neuseeland, und San Diego, USA. Auch diese Attentäter bewegten sich vor ihrer Tat auf extremistischen Onlineplattformen. Die Dokumentation zeigt, wie diese extremistischen Netzwerke aus Internetforen wie 4chan entstanden und sich auf Telegram weiterentwickelten. Zunächst hielten die Ermittler jene Anschläge für Gewalttaten von Einzeltätern, doch deren neue Art von Extremismus rückt mittlerweile ins Visier internationaler Behörden, und das Terrorgram-Netzwerk wurde durch eine Verhaftungswelle vorerst zerschlagen. Trotzdem sehen Experten und Expertinnen für Extremismus und Cyberkriminalität noch lange kein Ende dieser gefährlichen Onlinebewegung.
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