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Wer waren die Erbauer von Stonehenge? Beruht der Mythos des Minotaurus auf einer wahren Geschichte? Flohen die Wikinger wirklich vor dem Eis aus Grönland? Überall auf der Welt versuchen Archäologen, den großen Rätseln der Menschheitsgeschichte auf die Spur zu kommen. Von der verlorenen Stadt Kolumbiens und Inka-Bauten hoch oben in den Anden über die Ufer des Amazonas und die Pyramiden von Teotihuacán bis zu den Höhlenmalereien in Südafrika oder den ostafrikanischen Suaheli-Ruinen.
In der zehnteiligen Reihe „Abenteuer Archäologie“ nimmt der belgische Archäologe Peter Eeckhout die Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise zu den spannendsten Ausgrabungsstätten der Erde. Dabei trifft er andere Forschende, erfährt viel über deren Arbeit und lernt ihre jüngsten Entdeckungen kennen - eine spektakuläre Reise in längst vergangene Zeiten.
Die Suaheli sind die Bewohner der Küste, die sich von Südsomalia bis nach Mosambik erstreckt. Ihre Sprache dient seit Jahrhunderten als Verständigungsmittel verschiedenster ethnischer Gruppen. Aber ihre Kultur bietet noch weitere Schätze.
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An der ostafrikanischen Küste lebt eine Bevölkerungsgruppe, die Forscher lange Zeit vor Rätsel stellte: die Suaheli. Sie sprechen eine mit arabischen Einflüssen durchsetzte Sprache und praktizieren seit dem 8. Jahrhundert den Islam - deutlich früher als die Menschen in vielen anderen Regionen Ostafrikas.
Noch erstaunlicher ist, dass man in ihrem Siedlungsgebiet auf Ruinen trifft, die in dieser Region einzigartig sind: Überreste von steinernen Städten, die zwischen dem 10. und dem 15. Jahrhundert erbaut wurden. Ihre Geschichte, ebenso wie die Geschichte der Suaheli selbst, ist im Laufe der Zeit weitgehend in Vergessenheit geraten.
Viele dieser Stätten sind bereits seit dem späten 18. Jahrhundert bekannt. Doch die Forscher hielten es damals für unmöglich, dass die afrikanischen Ureinwohner diese architektonisch gut geplanten Städte gebaut haben könnten. Geprägt von kolonialistischen Vorstellungen schrieben sie die Bauwerke den Römern oder Phöniziern zu. Für die Archäologie jener Zeit galten die Städte als persisch oder arabisch - eine afrikanische Herkunft wurde ausgeschlossen.
Doch wer waren tatsächlich die Erbauer dieser eindrucksvollen Monumente? Ist den Afrikanern keine tragende Rolle zuzuschreiben? Ausgrabungen in Kilwa Kisiwani, der beeindruckenden Suaheli-Stadt in Tansania, geben eine Antwort. Ein Team von Forschenden zeigt: Die Suaheli setzen sich aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammen. Ihre Kultur ist zudem geprägt durch vielfältige Einflüsse von Völkern, die im Lauf der Jahrhunderte an der ostafrikanischen Küste landeten.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
| Regie: | Agnès Molia, Raphaël Licandro |