Die schwarzen Brüder

Deutschland / Schweiz, 2013
bis 10:40
Drama
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260710090500
VPS 00:00

Übersicht

Der Tessiner Verdingbub Giorgio wird nach Mailand verkauft, wo er unter unmenschlichen Bedingungen als Kaminfeger arbeiten muss. Um sich zu wehren, gründet er die Bande «Die schwarzen Brüder» und sagt Kinderhändler Luini den Kampf an. Eine Jugendbuchverfilmung von Xavier Koller mit Moritz Bleibtreu.

Themen

    Details

    Giorgios Kindheit in einem Tessiner Bergdorf ist zwar von Armut geprägt, aber glücklich. Als eines Tages ein Adler seine Mutter schwer verletzt, wird die Lage der Familie jedoch schnell prekär. Sein Vater kann sich keinen Arzt leisten. Diese Situation macht sich Antonio Luini zunutze. Er ist in den Tessiner Tälern auf der Suche nach Knaben, die er in Mailand als Kaminfegergehilfen verkaufen kann. Er bietet Giorgios Vater Geld für seinen Sohn. Schweren Herzens geht dieser den Deal ein. Zusammen mit einer Gruppe anderer Buben wird Giorgio nach Mailand verschleppt. Dort verkauft Luini den Knaben an den Kaminfeger Battista Rossi . Mit dem Familienvater Rossi hat Giorgio zwar vergleichsweise Glück, nicht aber mit dessen Frau und Sohn, die dem Verdingbub das Leben schwer machen. Der Alltag der Kaminfegerjungen ist beinhart. Sie werden, da sie klein genug sind, die Kamine hochgeschickt, um dort den Russ mit blossen Händen zu entfernen. Doch nicht nur die harte Arbeit macht den Kindern zu schaffen, sie werden zu allem Übel auch noch von einer Bande aus dem Quartier drangsaliert, die sich «Die Wölfe» nennt. Giorgio, der in Alfredo einen Freund gefunden hat, beschliesst, sich gegen diese Bande und gegen Luini, der ihnen noch immer das Leben schwermacht, zu wehren. Sie gründen ihre eigene Bande, «Die schwarzen Brüder», und planen ihre Flucht zurück ins Tessin. Xavier Koller hat mit «Die schwarzen Brüder» einen der bekanntesten Schweizer Jugendbuchklassiker von Kurt Held und Lisa Tetzner verfilmt. Die beiden Autoren erhielten während der Nazizeit Asyl in der Schweiz. Held, der eigentlich Kurt Kläber hiess, ist auch der Schöpfer einer anderen Geschichte, in denen sich eine Kinderbande gegen böse Erwachsene wehrt: «Die rote Zora». Xavier Koller gehört zu den wenigen Schweizer Regisseuren, die auch international bekannt sind. 1990 gewann der gebürtige Schwyzer mit dem Drama «Reise der Hoffnung» einen Oscar für den besten ausländischen Film. Das Schweizer Publikum kennt Koller als Schöpfer von «Das gefrorene Herz», «Der schwarze Tanner», «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» und des 2015 erschienenen Kinohits «Schellen-Ursli». In der schweizerisch-deutschen Koproduktion spielen die Schweizer Schauspieler Leonardo Nigro und Sabine Timoteo sowie die deutschen Moritz Bleibtreu, Waldemar Kobus, Richie Müller und Fynn Henkel, der Giorgio verkörpert.

    Hinweis

    Audiodeskription

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Antonio Luini
    Giorgios Vater
    Giorgios Mutter
    Giorgio
    Alfredo
    Antonio
    Battista Rossi
    Regie:Xavier Koller
    Drehbuch:Klaus Richter, Fritjof Hohagen
    Kamera:Felix von Muralt


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