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Jedes Jahr im Juli oder im August liegt eine besondere Stimmung über den Hügeln von Kandy, der zweitgrößten Stadt Sri Lankas. Dann ist Perahera-Saison. Die große „Esala Perahera“ von Kandy zieht mehr als 300.000 Besucher an. Buddhisten kommen aus dem ganzen Land und aus Übersee, Touristen buchen Plätze an der Prozessionsstrecke schon ein halbes Jahr im Voraus. Sie alle interessiert vor allem die letzte Prozession von insgesamt zehn, denn sie ist die farbenprächtigste und spektakulärste: Hundert Elefanten laufen mit, geschmückt mit bestickten und beleuchteten Samtgewändern. Die Tänzer, Fackelträger, Akrobaten und Musikanten tragen Gewänder, wie sie schon vor Tausenden von Jahren getragen wurden. Ihre Instrumente und Tanzstile sind von ebenso alter Tradition. Auch wenn die Prozession hinduistische Wurzeln hat, steht besonders die Ehrerbietung gegenüber der berühmten Buddha-Reliquie während der Festtage im Mittelpunkt: Es ist Buddhas Zahn, der in Kandy aufbewahrt wird und der nur einmal im Jahr, in zehn aufeinanderfolgenden Nächten, auf dem Rücken eines Elefanten durch Kandy getragen wird. Die Dokumentation beginnt 14 Tage vor dem großen Ereignis, mit einem Ritual, das noch kein Tourist gesehen hat. Es findet mitten im Urwald statt, streng nach den Statuten, die vor mehr als tausend Jahren festgelegt wurden. Der Film begleitet Menschen, die die Prozession mit vorbereiten und durchführen, etwa den Tempelvorsteher, der für die Rituale um die Zahn-Reliquie verantwortlich ist, einen Tanzlehrer, der seine Truppe intensiv auf die Prozession vorbereitet, eine Feuerwerkergruppe, die ihre Feuerräder noch selbst herstellt, und einen Mahut, der bangend die Entscheidung abwarten muss, ob seine Elefantenkuh mitlaufen darf.
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