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Das Sonnensystem, in dem sich die Erde befindet, ist 2006 von neun auf acht Planeten geschrumpft, als Pluto zum Zwergplaneten degradiert wurde.
Lange konnte man sich die neun Planeten des Sonnensystems mit der Eselsbrücke merken: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten. Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Doch dann entdeckte Astronom Mike Brown den Himmelskörper Eris am Rande des Sonnensystems. Eris ist sehr viel massiver als Pluto und leitete die Degradierung Plutos zum Zwergplaneten ein. Seitdem fehlt ein neunter Planet, und Mike Brown wurde als „Pluto-Killer“ bekannt.
Doch seit etwa zehn Jahren sucht Brown nun nach einem neunten Planeten. Und es mehren sich die Anzeichen, dass es einen bisher unbekannten Himmelskörper im Sonnensystem geben könnte. Denn es gibt Unregelmäßigkeiten im äußeren Sonnensystem. Einige Objekte haben sehr skurrile Umlaufbahnen und scheinen durch etwas abgehalten zu werden, dem Sonnensystem zu entfliehen - Planet Neun?
Bisher ist Planet Neun nur ein mathematisches Phantom. Er wurde zwar berechnet, aber es gibt noch kein Foto von ihm. Auch bestehen Zweifel an der Theorie. Die ungewöhnlichen Umlaufbahnen einiger Objekte im äußeren Sonnensystem könnten auch von einem nahen vorbeifliegenden Stern erzeugt worden sein, sagen Kritiker. Und überhaupt, wer kann schon sicher sagen, dass diese Umlaufbahnen tatsächlich exzentrisch oder skurril sind? Könnte es nicht auch ein Beobachtungsfehler sein?
Klarheit könnte das neue Vera Rubin Observatory bringen, ein Spiegelteleskop, das in Chile seine Arbeit aufgenommen hat. Es könnte auch Fotos von weit entfernten Objekten wie Planet Neun machen und seine Existenz beweisen. Oder eben nicht.
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