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Trotz Waffenstillständen bleibt der Alltag in Israel geprägt von Raketenalarm und gesellschaftlicher Erschöpfung. Zwischen Cafébesuchen und Luftschutzbunkern stellt „Tracks East“ die Frage: Was macht der Dauerkrieg mit einer Gesellschaft?
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Israel lebt zwischen Alltag und Ausnahmezustand. „Tracks East“ begleitet Menschen im Dauerkrieg.
Journalist David Issacharoff begleitet Menschen, die mit den Widersprüchen eines Landes leben, das trotz des Krieges funktionieren muss. In Tel Aviv trifft „Tracks East“ den Streetfotografen Shahar Dekel. Sein Kibbuz nahe Gaza wurde am 7. Oktober 2023 zerstört; Freunde starben oder kämpfen bis heute mit Traumata. Dreimal wurde er seitdem eingezogen. Mit seiner Kamera dokumentierte er den Krieg.
Nahe der libanesischen Grenze betreibt Nitzan Yulzari ein Café. Manchmal bebt dort der Boden von den Explosionen in der Ferne. Eigentlich wollte er mit seiner Familie nach Portugal auswandern. Jetzt steht die Entscheidung erneut bevor. Sein Café ist Treffpunkt und Rückzugsort zugleich - doch der Krieg begleitet ihn jeden Tag.
Eine andere Perspektive zeigt die palästinensisch-israelische Journalistin Amal Ghawi. Auf Social Media spricht sie über Vertreibung, Diskriminierung und die Verengung des öffentlichen Diskurses. Sie berichtet auf Hebräisch und Arabisch. Für ihre Kritik wird sie von beiden Seiten angegriffen.
„Tracks East“ zeigt ein Land, das erschöpft ist - und dennoch weitermacht.
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