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Als Raymond Sekpon vom Gehörverlust seines Sohnes erfuhr, brach für ihn eine Welt zusammen. Trotz gesellschaftlicher Hürden gab er seinen Sohn nicht auf: 1994 gründete er in seinem Wohnzimmer eine erste Klasse für gehörlose Kinder. Heute ist daraus ein Modell für gelebte Inklusion entstanden.
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Als Raymond Sekpon erfuhr, dass sein Sohn Gift gehörlos geworden war, war es für ihn, als würde ihm der Himmel auf den Kopf fallen. Denn in Benin wird eine Behinderung vielerorts als Zeichen eines Fluches erachtet. Doch Raymond gibt seinen Sohn nicht auf: 1994 ruft er in seinem Wohnzimmer eine erste Klasse für Gehörlose ins Leben. Heute, 32 Jahre später, dank einer Entschlossenheit, die ihresgleichen sucht, ist daraus die Schule für Gehörlose Louho in Porto-Novo entstanden. Die Schule gilt als Vorbild für gelebte Inklusion: Sie vereint gehörlose und hörende Schülerinnen und Schüler durch die Gebärdensprache. Von den heute 420 Schülerinnen und Schülern sind 200 gehörlos - und alle folgen demselben Lehrplan, vom Kindergarten bis zum Schulabschluss.
Hinweis
Gebärdensprache
Personen
| Moderator: | Diane Jacquérioz, Carole Prekel, David Raboud |