Die Deutschen II

Rosa Luxemburg und die Freiheit (Deutschland, 2010)

bis 10:15
Geschichte
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Rosa Luxemburg (Tereza Brodská) auf der Flucht mit Karl Liebknecht (Jastraban Adrian).


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Rosa Luxemburg (Tereza Brodská) auf der Flucht mit Karl Liebknecht (Jastraban Adrian).


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Leidenschaftlich hält Rosa Luxemburg (Tereza Brodská) auf einem Parteitag der SPD eine Rede (um 1898). Sie legt sich mit den Altvätern der Sozialistischen Partei an und bezieht spöttisch und angriffslustig Position. Sie wird sich später an die Spitze des linken Flügels der Partei setzen und schließlich mit Karl Liebknecht den Spartakusbund gründen, den Vorläufer zur KPD.


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Rosa Luxemburg (Tereza Brodská) hält am 9. November nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Breslau eine Rede.


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In Berlin kommt es am 6. Dezember 1918 zu Schießereien zwischen rechtsgerichteten Soldaten und demonstrierenden Arbeitern.

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    Details

    Sie stammte aus dem von Russland annektierten Teil Polens. Rosa Luxemburg (1871 bis 1919) wurde politische Aktivistin in einer Zeit, in der Frauen in Deutschland noch nicht wählen durften. Die Arbeiterbewegung in Europa befand sich im Aufbruch, Sozialisten wurden überall verfolgt. Schon in jungen Jahren kämpfte Rosa Luxemburg für die Rechte der Arbeiterschaft - ab 1898, nachdem sie die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hatte, in der SPD. Rosa Luxemburg war Jüdin, sehr gebildet, besaß einen scharfen Verstand und ein mitreißendes Temperament. Sie war eine großartige Rednerin und brillante Schriftstellerin. Konflikte scheute sie nicht. Bei Streitfragen innerhalb der SPD nahm sie eine radikale Position ein. Ihr Engagement brachte sie wiederholte Male ins Gefängnis - verurteilt wegen Majestätsbeleidigung, Aufforderung zu Ungehorsam, Gefährdung des öffentlichen Friedens. Unermüdlich sprach sich Rosa Luxemburg gegen preußischen Militarismus und gegen die Aufrüstung aus. Als die SPD im August 1914 die Kredite für den Krieg bewilligte, brach sie aus Enttäuschung über den „Verrat“ an der internationalen Arbeiterbewegung fast zusammen, dachte sogar an Selbstmord. Rosa Luxemburg, die auch dazu aufgerufen hatte, den Dienst an der Waffe zu verweigern, verbrachte fast die gesamte Zeit des Ersten Weltkrieges hinter Gittern. Doch auch dort blieb sie politisch aktiv. Als am 9. November 1918 die Revolution in Deutschland ausbrach und die Monarchie gestürzt wurde, war sie zur Stelle. Im Gegensatz zu den nun herrschenden Sozialdemokraten, die eine parlamentarische Republik errichten wollten, traten Rosa Luxemburg und ihre Mitstreiter für eine sozialistische Revolution ein, nach dem russischen Vorbild von 1917. Rosa Luxemburg ging jedoch auf Distanz zur Leninistischen Diktatur. Enttäuscht über die Politik der SPD, gründete sie zusammen mit Karl Liebknecht die Kommunistische Partei Deutschlands. Als ihr engster Mitstreiter im Januar 1919 zum bewaffneten Kampf für die Revolution aufrief, ließ die Regierung den Aufstand, der sich gegen die junge Republik richtete, blutig niederschlagen. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Köpfe der revolutionären Bewegung, wurden von Freikorps-Soldaten ermordet. Die sozialistische Revolution blieb aus. Die große Mehrheit der Deutschen stimmte für eine bürgerliche Demokratie - zunächst. Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Reinhard Rürup

    Hinweis


    3 weitere Sendetermine


    Top-Spielfilm am 26.06.

    BR
    22:50

    22:50:BR Der Pate, Epilog: Der Tod von Michael Corleone

    (Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone), USA 2020

    BR, 22:50-01:15 Uhr

    1990 schließt Francis Ford Coppola seine Corleone-Saga mit einem bildgewaltigen Epilog ab. In der 2020 neu montierten Fassung seines für sieben Oscars nominierten Mafiaepos verändert er Einstieg und Finale und schärft so die Tragödie um Michael Corleone. Neben Al Pacino und Diane Keaton rücken Andy García und Sofia Coppola als Liebespaar ins Zentrum. In exquisit besetzten Nebenrollen...
    Der Pate, Epilog: Der Tod von Michael Corleone

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