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In Hamburg entsorgen immer mehr Menschen, egal ob privat oder gewerblich, ihren Müll illegal. Im Jahr 2024 gab es mehr als 3500 Fälle verbotener Müllentsorgung und die Tendenz ist steigend.
Hier setzt die Sondereinheit der Hamburger Stadtreinigung an: die WasteWatcher. Die 35 Kolleg*innen gehen wie Detektive vor und wühlen im Müll, um Hinweise auf die Verursacher zu finden. Entdecken sie welche, können Bußgelder im vier- oder fünfstelligen Bereich fällig werden. Oft helfen Briefumschläge oder Adressaufkleber auf Paketen weiter. Dann dokumentieren die WasteWatcher die Hinweise erst mit dem Handy, bevor sie die Kolleg*innen rufen, um den Müll abzutransportieren. Illegaler Müll sind z. B. auch achtlos hingeworfene Tüten mit Flaschen oder Papier neben vollen Containern.
Ebenfalls verboten ist, eine Zigarettenkippe einfach wegzuschnippen und auf den Boden zu werfen. Das kostet 40 Euro. Hier sprechen die WastWatcher die Raucher*innen gezielt an und verhängen das Bußgeld. Die WasteWatcher machen ihre Streife immer zu zweit. Denn häufig sind die Raucher uneinsichtig, wenn sie für das Wegwerfen ihrer Kippe bestraft werden. Viele wissen auch gar nicht, dass es strafbar ist. Deshalb haben die Angestellten der Stadtreinigung erst eine Schulung in Deeskalation absolviert, bevor sie auf die Straße dürfen.
Ziel der WastWatcher ist es, so viele illegale Müllverursacher wie möglich zu finden, und dass sie gegebenenfalls für ihr Vergehen bestraft werden. In Hamburg gibt es auch eine sogenannte Müll-Hotline. Hier können Bürgerinnen und Bürger anrufen oder eine E-Mail schicken, wenn sie falsch entsorgten Müll entdecken. Die WasteWatcher gehen dann den Hinweisen nach.
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