Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt

Deutschland, 2022
bis 23:15
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260630214500
VPS 00:00

Propagandafoto für die Presse: Kinder mit Hakenkreuzfahnen


Bildauswahl:


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Propagandafoto für die Presse: Kinder mit Hakenkreuzfahnen


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Litfaßsäule in Berlin mit dem Aufruf: ?Deutsches Volk! Wehr Dich! Kauf nicht beim Juden!? ? darunter ein Plakat zum Film ?Menschen im Hotel? mit Greta Garbo


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Feuerwehrarbeiten am brennenden Reichstagsgebäude im Februar 1933


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Ein SA-Mann trägt ein Plakat mit dem Aufruf ?Deutsche kauft nicht bei Juden? vor einem jüdischen Geschäft in Berlin: Das NS-Regime hatte am 1. April 1933 den Boykott jüdischer Firmen und Geschäfte in ganz Deutschland angeordnet.


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Berlin, 1933: politische Gegner der Nationalsozialisten nach ihrer Verhaftung im Keller eines SA-Sturmlokals, aufgereiht an einer Mauer


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In dem Dokumentarfilm kommen Personen aus unterschiedlichsten Milieus zu Wort, unter anderem der Publizist Harry Graf Kessler.


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Betty Scholem lebt 1933 in Berlin. Sie schreibt ihrem Sohn Gerhard nach Jerusalem und erkennt erst nach und nach, in welcher Gefahr sie schwebt.


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Tagebuchseite des Arztes Willi Lindenborn von 1933: Die Dokumentation lässt anhand von Tagebüchern und Briefen eine Gegenwart aufleben, die für viele Zeitgenossen verwirrend war.


Bild 9

Die französische Journalistin Stéphane Roussel in Berlin 1933

Übersicht

Berlin, Januar 1933. Jeder Dritte ist arbeitslos, hungert und friert in Mietskasernen oder Baracken. Straßenschlachten und politische Morde sind an der Tagesordnung. Das Land ist gespalten. Sozialdemokraten und Bürgerliche regieren die Stadt, aber demokratieablehnende Mehrheit im Reichstag sind Adolf Hitlers NSDAP sowie Ernst Thälmanns Kommunisten. Aus der vibrierenden Metropole Berlin wird in nur wenigen Monaten die Hauptstadt des Dritten Reichs. Tagebücher, Briefe, Bilder und Filme erzählen, was Zeitgenossen erlebten. Eine Collage über das Ende einer Demokratie und den Beginn einer Diktatur zugleich.

Themen

    Details

    Als das Jahr 1933 beginnt, ist Berlin eine der modernsten Städte der Welt. Eine pulsierende Metropole, in der sich die Gegensätze aneinander reiben. Zwölf Monate später ist von den Widersprüchen und der Vitalität nichts geblieben. Die Stadt ist einer Partei und einem „Führer“ unterworfen. Berlinerinnen und Berliner jubeln der neuen Macht zu, ziehen sich vor ihr ins Privatleben zurück oder fliehen - wenn sie denn können - bevor sie in den Kerkern verschwinden. Stadt und Menschen erleben einen Ritt ins Verderben - für einige Betrachter ein erhoffter Aufbruch oder nur ein kurzer Spuk, für andere das Signal zur Flucht. Die Gesellschaft spaltet sich, der demokratische Staat wird zersetzt. Als Adolf Hitler ohne eigene Mehrheit Reichskanzler wird, treiben er und seine Verbündeten in Politik, Industrie und Bürgertum die Spaltung voran: Neuwahlen werden ausgerufen, Zeitungen verboten, Positionen in Staat und Verwaltung von Parteifreunden besetzt. SA und NSDAP übernehmen den Staat und bringen noch mehr Gewalt in den Alltag. Die zerstrittene Opposition kann der rechten Propaganda nur wenig entgegensetzen. Bei der Neuwahl erlangt die NSDAP die Mehrheit und muss beim Ermächtigungsgesetz nur sozialdemokratische Gegenstimmen zur Kenntnis nehmen. Abgeordnete anderer Fraktionen sind eingeschwenkt, befinden sich in Gefängnissen oder im Exil.

    Hinweis

    Online verfügbar von 30/06/2026 bis 30/07/2026

    Personen

    Regie:Volker Heise

    3 weitere Sendetermine



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