Der giftige Himmel von Tarent - Chronik einer geduldeten Umwelt-Katastrophe

2022
bis 03:30
Dokumentation
  • 20260514023500
VPS 00:00

Übersicht

Im süditalienischen Tarent werden bei der Produktion von Stahl nachweislich Emissionen gesundheitsschädlicher Stoffe, wie Dioxin und Benzopyren, erzeugt. Studien belegen, dass die Krebsrate in Tarent überdurchschnittlich hoch ist. Die italienische Regierung kennt die Studien. Und trotzdem wird weiter Stahl produziert. Wie kann das sein?

Themen

    Details

    Tarent, Süditalien: Seit den 1960er Jahren befindet sich hier das größte Stahlwerk Europas. Bei der Produktion von Stahl werden dabei nachweislich Emissionen gesundheitsschädlicher Stoffe wie etwa Dioxin und Benzopyren erzeugt. Zahlreiche Studien belegen, dass die Krebsrate in Tarent überdurchschnittlich hoch ist. Das ist der Regierung in Rom seit vielen Jahren bekannt. Und trotzdem wird in Tarent weiter Stahl produziert. Die Dokumentation begleitet die Bürger Tarents bei ihrem Kampf für die Schließung des Stahlwerks. Außerdem geht sie in Rom und Brüssel auf Spurensuche, befragt italienische und europäische Politiker über einen der größten Umweltskandale in der Geschichte Europas. Videos aus dem Inneren des Hüttenwerks, die Stahlarbeiter für die Dokumentation zur Verfügung gestellt haben, zeigen den Zustand der Industrieanlage. Wie kann mitten in Europa ein Umweltverbrechen jahrzehntelang vertuscht werden? Welche Kräfte - aus Politik und Industrie - sind daran beteiligt? Welche Interessen stecken dahinter? Der Umweltaktivist Luciano will herausfinden, ob das Stahlwerk seine Schlacke noch immer hier deponiert - denn diese Form der Deponie verstößt seiner Meinung nach ebenfalls gegen europäische Vorschriften. Er sagt: „Abgesehen davon, dass wir das der Staatsanwaltschaft melden, informieren wir auch die Europa-Parlamentarierin Rosa D‘Amato, die Druck auf die Kommission ausüben will - man soll verstehen, an welchem Punkt das Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien steht.“ „Der giftige Himmel von Tarent - Chronik einer geduldeten Katastrophe“ beleuchtet investigativ, wie Politik und Industrie gemeinsam jahrzehntelang die Kontrollen italienischer und europäischer Institutionen umgehen konnten und hohe Profite auf Kosten der Bürger Tarents erzielten.

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