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In Lettland hat das Parlament beschlossen, aus der sogenannten Istanbul-Konvention auszutreten, das ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Dieser Entschluss löste eine sehr kontroverse Debatte in Lettland aus. Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, protestieren, andere verteidigen die Entscheidung.
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Eine Debatte über die Rechte der Frauen polarisiert die lettische Gesellschaft. Nachdem das Parlament für den Ausstieg aus der Istanbuler Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt gestimmt hatte, gingen Zehntausende auf die Straße. Die Demonstrierenden forderten die Regierung auf, nicht aus dem Vertrag auszusteigen und verlangten einen besseren Schutz vor häuslicher Gewalt.
Im Mittelpunkt der Reportage steht Nikola, die Opfer von häuslicher Gewalt wurde. Während sie auf der Straße für ihre Rechte demonstrierte, stimmte ihr eigener Bruder, der Abgeordneter war, für Einschränkungen. Ganz anders sieht das eine konservative Familie, die der Istanbul-Konvention ablehnend gegenübersteht. Die Eltern von fünf Kindern, die auf dem Land in Lettland leben, befürchten, dass einige Bestimmungen des Textes die traditionelle Familie und die Nation selbst bedrohen könnten.
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