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An der französischen Mittelmeerküste, in den Calanques zwischen den Städten Marseille und Cassis, zeigt eine anhaltende Hitzewelle Auswirkungen auf das Leben an Land und im Wasser. Überall müssen endemische Arten mit Pflanzen und Tieren aus wärmeren oder trockeneren Breitengraden in Konkurrenz treten. Wer schafft es, sich anzupassen, wenn der Mistral keine Kühlung mehr bringt?
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Die Calanques sind eine karge, felsige Region an der französischen Mittelmeerküste. Über die Jahrtausende haben sich Pflanzen und Tiere an die harten Lebensbedingungen angepasst, die der heftige Mistral und die Trockenheit mit sich bringen. Doch wehe, der Wind legt sich. Dann kommt es binnen weniger Wochen zu einer außergewöhnlichen Hitzewelle.An Land beschleunigt die Hitze die biologischen Kreisläufe, bringt die seit Urzeiten bestehende Synchronisierung von Pflanzen und Insekten durcheinander, gefährdet endemische Amphibien- und Pflanzenarten und begünstigt im Gegenzug Arten aus trockeneren Klimazonen. In der Garrigue wird das Ringen um Wasser überlebenswichtig: Manche Pflanzen opfern ihre Blätter, andere profitieren von Hitze und Feuer. Invasive Arten gewinnen zusehends an Boden.Auch das Mittelmeer erwärmt sich. Die vom Wind verursachte Durchmischung der Wasserschichten bleibt aus, Nährstoffe aus der Tiefe gelangen nicht mehr nach oben, das Plankton vermehrt sich nicht mehr. Die Folgen für bestimmte Organismen sind dramatisch: Es kommt zu einem Massensterben von Korallen, die Nahrungsquellen werden ausgedünnt, und die Seevögel müssen immer weiter hinausfliegen, um Nahrung für ihre Küken zu finden. Doch einige Arten trotzen dem Temperaturchaos durch eine unerwartete Anpassungsfähigkeit.Die Dokumentation erzählt vom Überlebenskampf dieser Lebewesen, die während der Hitzewelle in der Klemme sitzen. Sie zeigt aber auch, wie sich zwischen stillem Niedergang und ungeahntem Widerstand ein neues Gleichgewicht des Lebens herausbildet.
Hinweis
Synchronfassung
Personen