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Sie waren Picassos große Leidenschaft: die Stiere. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen. Er besuchte Stierkämpfe, sein Leben lang. Ihre mächtigen Hörner wurden zu einem wiederkehrenden Motiv in seinem Werk. Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren: von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles.
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In Pablo Picassos berühmten Bild „Guernica“ richtet ein Stier den Blick direkt auf den Betrachter. Grimmig thront Spaniens Nationalsymbol über dem Grauen, das nach dem Angriff deutscher Bomber in der baskischen Stadt Guernica herrschte. Stiere waren Picassos große Leidenschaft: die Stiere. Er malte und zeichnete sie, modellierte sie zu Skulpturen.Picasso-Kenner sagen: Es ist der Künstler selbst, der zuschaut. Er habe sich selbst in der Rolle des Minotaurus gesehen, dem menschenverschlingenden Stiermenschen aus der griechischen Mythologie, eine Kreatur von enormer Kraft und Grausamkeit, halb Mensch, halb Stier.Seit Picassos Zeiten hat sich der Blick auf die Corrida grundlegend verändert, sie wird heute als abstoßend und veraltet empfunden. Heute stehen ethische Betrachtungen und Aspekte des Tierwohls im Vordergrund. Für den im französischen Exil lebenden Picasso dagegen bedeutete die Corrida auch eine Erinnerung an sein Heimatland Spanien, in das er seit der Machtübernahme des Diktators Franco keinen Fuß mehr setzte. Auf den Rängen der Arenen im südfranzösischen Arles oder Nîmes fand Picasso Trost - und künstlerische Inspiration.Die Dokumentation folgt Picassos Stier-Spuren - von seiner Geburtsstadt Málaga über Paris bis nach Nîmes und Arles - und zeigt, wie das Stiermotiv die verschiedenen Schaffensphasen Picassos auf immer neue Weise prägte.
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