Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: 2004

2020
bis 21:45
Zeitgeschichte
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20260531201500
VPS 20:15

Übersicht

Das Jahr 2004 - das MoMA kommt und bricht Besucherrekorde, Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky erklärt Multi-Kulti für gescheitert und die Tsunami-Katastrophe in Südostasien fordert auch Berliner Opfer.

Themen

    Details

    2004 - das Jahr, in dem Schlangestehen in Mode kommt: Das Museum of Modern Art kommt mit zweihundert Meisterwerken an die Spree und bricht Besucherrekorde. Initiator Peter Raue berichtet davon, wie die unbezahlbaren Kunstwerke aus New York nach Berlin gebracht werden. Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, stößt eine Debatte über Parallelgesellschaften unter Zuwanderern an und die Schauspielerin Constanze Behrends erzählt, wie sie mit der Theater-Sitcom „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“ die Multi-Kulti-Idylle auf die Schippe nimmt und damit beim Publikum unglaubliche Erfolge feiert. Am 2. Weihnachtsfeiertag erschüttert die Tsunami-Katastrophe in Südostasien die Welt, mehr als 200.000 Menschen kommen in der gewaltigen Flutwelle ums Leben. Die Berlinerin Anke George, damals im Urlaub in Thailand, verliert an diesem 26. Dezember ihren Ehemann. Im Interview spricht sie über die furchtbaren Geschehnisse. Die Reihe „Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt“ zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, 1945 bis 2020, in einer bislang nie dagewesenen Größenordnung: Eine Berlin-Chronik der Superlative über 64 Folgen, 5760 Minuten. Die fünfte Staffel über die 2000er Jahre zeigt eine Stadt im rasanten Wandel. Aufbruch ins Ungewisse: Quo vadis, Berlin? Als deutsche Hauptstadt ist Berlin auch Bühne der Weltpolitik - und wird weltweiter Mythos, nicht nur in Sachen Nachtleben. Die D-Mark geht, der Euro kommt, doch die Finanzlage der Stadt bleibt katastrophal. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit fasst das Berliner Lebensgefühl der Dekade in einen griffigen Slogan: „Arm, aber sexy“. Doch die Arbeitslosigkeit steigt auf Rekordhöhen - nirgends in Deutschland ist der Anteil an Hartz-IV-Empfängern höher. Die 2000er sind Jahre der allgemeinen Verunsicherung: Die Terroranschläge vom 11.September erschüttern auch die Berliner, die Stadt streitet über „Parallelgesellschaften“ und beklagt einen „Ehrenmord“. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erlebt Berlin sein „Sommermärchen“ - Beginn eines Aufschwungs, der bis heute anhält. Die Touristenzahlen steigen, aber auch die Mieten: Berlin ist Boomtown und Betongold. Und im neuen Jahrtausend mehr denn je: Weltstadt und Kiez, gelebte Wiedervereinigung - Schauplatz kleiner und großer Geschichten in einer sich globalisierenden Welt.

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