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Leos Carax, einer der bedeutendsten Filmemacher Frankreichs, blickt zurück - doch statt Antworten liefert er Fragen. Für eine nie gezeigte Ausstellung schuf er einen ungewöhnlichen Collagefilm: eine persönliche Spurensuche nach 40 Jahren Filmschaffen. Wie erzählt man ein Leben, das sich jeder Einordnung entzieht? Ein intimes Porträt jenseits der großen Leinwand.
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Auf die Anfrage des Centre Georges Pompidou, „Wo stehen Sie heute, Leos Carax?“, antwortet der Regisseur, dessen Filme das französische Autorenkino geprägt haben („Die Liebenden von Pont-Neuf“, „Holy Motors“) mit einem souverän unordentlichen Selbstporträt. Sein Collagefilm zeigt einen atemlosen Reigen aus privaten Videos und historischem Archivmaterial, seinen eigenen Werken und solchen, die ihn beeinflusst haben. Zwischen Autobiografie und einem Assoziationsstrom von Vertov über Chaplin bis Nina Simone reflektiert Leos Carax über sein Medium und seine künstlerischen Leitfiguren - im Zentrum: Jean-Luc Godard als cineastisches Leitbild.
Der rätselhafte Chronist des französischen Kinos nähert sich seinem Leben wie einem fremden Drehbuch: fragmentarisch, subjektiv, widersprüchlich. Lineare Erzählungen verweigert er ebenso wie eindeutige Antworten. Dieses persönliche Projekt ist weniger Rückblick als offenes Experiment - ein Statement über das Kino als Raum der Ungewissheit. Ein Werk, das nie Teil der Ausstellung wurde und gerade dadurch seine besondere Faszination entfaltet.
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