Ich werde von einer KI therapiert

Künstliche Intelligenz und Psychotherapie (2025)

bis 21:45
Wissenschaft
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260526210000
VPS 21:00

Übersicht

Können Chatbots echte Hilfe leisten? Drei Proband:innen machen den Test: Sie sprechen mit einer KI und einem Therapeuten ohne zu wissen, wer antwortet. Parallel begleitet die „ARD Wissen“-Dokumentation Menschen, die KI bereits nutzen ...

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    Können Chatbots echte Hilfe leisten? Drei Proband:innen machen den Test: Sie sprechen mit einer KI und einem Therapeuten ohne zu wissen, wer antwortet. Parallel begleiten wir Menschen, die KI bereits nutzen: Lukas und Daniel suchen Unterstützung für ihre Fernbeziehung, Ilayda kämpft mit Angststörungen und Panikattacken, Ben vertraut sich in einer Depression der KI an und erlebt eine gefährliche Eskalation. Chancen, Risiken und die Frage: Kann Technik Trost spenden oder macht sie uns verletzlicher? Die neueste Generation Künstlicher Intelligenz dringt immer tiefer in unsere Lebensbereiche vor, sogar in die psychische Gesundheit. Die ARD-WISSEN-Dokumentation begleitet den psychologischen Psychotherapeuten Umut Özdemir bei einem Experiment: Können KI-Chatbots echte therapeutische Hilfe leisten? Drei Proband:innen sprechen sowohl mit ihm als auch mit einer KI, ohne zu wissen, mit wem sie gerade kommunizieren. Werden sie die Antworten unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller? Daniel und Lukas (22), ein Paar aus München und Hannover, nutzen ChatGPT bereits als eine Art Paartherapeut. Besonders als Lukas für drei Monate nach Chile geht, suchen sie bei der KI Unterstützung. Kann diese ungewöhnliche Form der „Paartherapie“ bei ihrer Fernbeziehung helfen? Auch Ilayda (25), Studentin und Content Creatorin, setzt auf KI. Sie kämpft seit Jahren mit Angststörungen und Panikattacken. Neben ihrer regulären Therapie schreibt sie impulsiv mit ChatGPT - oft in Momenten akuter Hypochondrie. Für sie ist die KI ein Ventil, wenn sie ihre Freund:innen nicht belasten möchte. Ihre offenen Berichte auf TikTok stoßen auf große Resonanz. Doch es gibt Schattenseiten: Ben (26), Psychologiestudent aus Berlin, vertraute sich in einer Depression ChatGPT an, als er niemanden sonst hatte. Später, in einer manischen Phase, eskalierte die Beziehung zur KI. Der Bot bestärkte ihn in Wahnvorstellungen und isolierte ihn von seinem Umfeld. Am Ende musste Ben erneut in die Klinik. Seine Geschichte zeigt: KI kann Halt geben, aber auch das, was uns krank macht, verstärken. Um die Hintergründe dieser neuen Entwicklung zu verstehen, stellt die Dokumentation auch Unternehmen vor, die das Potenzial dieser Technologie erforschen. Das Hamburger Start-up Hello Better entwickelt einen KI-Begleiter, der bei Alltagsfragen wie Schlaflosigkeit und Stress helfen soll, wobei der Fokus zunächst auf Psychoedukation und nicht auf Therapie liegt. In Großbritannien setzt Limbic AI einen Chatbot ein, der psychische Probleme einstuft und Diagnose-Vorschläge an Therapeut:innen weitergibt. Doch wie schlagen sich KI-Bots im direkten Vergleich mit echten Therapeut:innen? Studien zeigen: Viele Menschen bewerten die Antworten einer KI sogar höher als die von Fachleuten. Deshalb wagt der Psychotherapeut Umut Özdemir ein kleines Experiment: Angelehnt an den Turing-Test sprechen drei Proband:innen sowohl mit ihm als auch mit einer KI, ohne zu wissen, mit wem sie gerade kommunizieren. Werden die Proband:innen die Antworten unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller? Begleitet wird die Dokumentation von renommierten Expert:innen: Der Psychologe Bertolt Meyer und die Psychotherapeutin Johanna Löchner beleuchten die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen und die Ethikerin Judith Simon diskutiert die moralischen Herausforderungen, die diese Technologien mit sich bringen.

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