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Herbst 2025, nachts am Ufer des Mittelmeers bei Athen. Prof. Koulouvaris steht mit 30 weiteren Ärzten und Pflegekräften sowie zwei LKW, beladen mit modernstren medizinischen Geräten am Hafen und warten auf die Fähre zur Insel Donousa. Ihre Mission: ein Pop-up-Krankenhaus mitten in der südlichen Ägäis. Es wird innerhalb von zwei Stunden einsatzbereit sein und für drei Tage zur Verfügung stehen. Es gibt 227 bewohnte griechische Inseln, und auf vielen von ihnen gibt es keinen Arzt ...
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Griechenland hat über 200 bewohnte Inseln, viele von ihnen verfügen nicht über eine medizinische Versorgung. Glücklicherweise gibt es Ärzte, die solche entlegenen Ägäis-Inseln besuchen, um ehrenamtlich zu helfen. Die Reportage begleitet die Mission eines Ärzteteams auf Serifos. Dort wird mit zwei LKW voll medizinischem Equipment für ein paar Tage ein provisorisches Krankenhaus errichtet.
Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat vor zehn Jahren ein System von mobilen medizinischen Teams aufgebaut, die monatlich in Piräus auf die Fa¨hre steigen, um kleine entlegene Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten fu¨r einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten, und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: „Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück“. Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammographiegerät und ein Knochendichtescanner.
Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-Up Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang u¨ber die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt - mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet; viele der knapp 1.500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das „reisende Krankenhaus“ hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten - so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen - ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten.
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