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Der Urknall soll aller Anfang sein: des Universums, unserer Erde, von uns Menschen. Doch noch ist längst nicht alles geklärt. Harald Lesch macht sich auf die Suche nach dem wahren Big Bang.
Wissenschaft und Kirche ringen seit Jahrhunderten um die Frage nach dem Ursprung des Universums. Trotz Widersprüche gibt es mehr Übereinstimmungen, als man denkt. Doch ein Rätsel bleibt: Welche Rolle spielt die geheimnisvolle dunkle Materie?
Alles, was existiert, geht aus einem unvorstellbar dichten, heißen Anfangszustand hervor - dem Urknall. Diese Vorstellung revolutionierte vor weniger als 100 Jahren die Astrophysik und stellte zugleich alte religiöse Schöpfungsbilder infrage. Lassen sich Naturwissenschaft und Glaube heute wieder vereinbaren?
Obwohl die Big-Bang-Theorie vieles erklärt, bleiben entscheidende Fragen unbeantwortet: Wenn die Wucht des Urknalls das Universum auseinandertreibt - was hält es dennoch zusammen? Es muss etwas geben, das eine anziehende Kraft ausübt und die Entstehung der großräumigen Struktur des Kosmos ermöglichte. Forschende vermuten: Es ist dunkle Materie, die einen Großteil der Masse im Universum ausmacht und deren Gravitation alles zusammenhält. Doch wie lässt sich etwas nachweisen, von dem man nichts weiß und das man nicht sehen kann?
Im Laboratori Nazionali del Gran Sasso in Italien forscht man an der dunklen Materie. Das Versuchslabor liegt 1400 Meter tief im Fels, um es vor jeglicher Störung abzuschirmen. Harald Lesch erkundet diesen Ort nahezu perfekter „Stille“ und trifft Forscherinnen und Forscher, die hier nach Signalen suchen, die von dunkler Materie stammen könnten.
Harald Lesch zeigt, wie sich unser kosmisches Weltbild im Laufe der Geschichte verändert hat und erlebt vor Ort, wie durch ungewöhnliche Experimente immer neue Kapitel in der Erforschung des Urknalls beginnen - des Ursprung unseres Seins.
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