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Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ - während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.
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„Ich gehe auf die Bühne, um meine Seele zu teilen“. Für Giora Feidman ist das kein Bild, sondern Haltung. Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet der international gefeierte jüdische Klarinettist an einem neuen Album mit dem Titel „For A Better World“, während im Nahen Osten die politische Lage eskaliert. Konzerttermine geraten ins Wanken, Reisewege werden unsicher.
Die Dokumentation begleitet Feidman in dieser Phase zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich ins Tonstudio, auf die Bühne und in sein privates Umfeld. Nach dem Tod seiner Frau Ora im Jahr 2022 ist die Musik für ihn stärker als je zuvor mit Erinnerung und Verantwortung verbunden.
Geboren 1936 in Buenos Aires als Sohn einer jüdischen Musikerfamilie, wurde Feidman trotz starker Sehbehinderung Mitglied des Israel Philharmonic Orchestra. Seit den 1970er Jahren prägt er als Solist die internationale Rezeption des Klezmer und versteht ihn weniger als Genre denn als Ausdruck einer kulturellen Haltung.
Gemeinsam mit seinem aus dem Iran stammenden Komponisten, Manager und engen Freund Majid Montazer bringt er Musikschaffende unterschiedlicher Herkunft zusammen. In einer Zeit politischer Polarisierung setzt er auf künstlerische Zusammenarbeit als Form des Dialogs. „Giora Feidman - Seele der Klarinette“ zeigt einen Musiker, der unbeirrt weiterarbeitet - überzeugt davon, dass Kunst Öffentlichkeit herstellen und Menschen verbinden kann.
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