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Fitness ist mehr als nur ein Trend und gilt heute als Ausdruck von Disziplin, Erfolg, Attraktivität und Status, gerade in der Welt von Instagram und TikTok. Wer dazugehören will, geht ins Gym und optimiert den Körper. Fast 12 Millionen Menschen trainieren in Deutschland regelmäßig im Fitnessstudio. Immer mehr von ihnen greifen dabei zu Supplements: Proteinpulver, Kreatin, Pre-Workout-Booster oder pflanzliche Stoffe wie Ashwagandha.
Der Markt wächst rasant - und ist längst ein Milliardengeschäft: Rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz jährlich, mit klarer Tendenz nach oben. Schon in den nächsten Jahren soll die 2-Milliarden-Marke geknackt werden. Immer neue Hersteller drängen auf den Markt, immer neue Produkte mit immer neuen Versprechen. Doch was bringt das alles - und wie behält man in diesem boomenden Markt den Überblick?
„exactly“ schaut in die Shaker der Sportler und Sportlerinnen: Allein 2025 wurden in Deutschland fast 25.000 neue Nahrungsergänzungsmittel angezeigt. Der Film macht deutlich, wie einfach es ist, ein Produkt auf den Markt zu bringen und wie Behörden erst im Nachgang stichprobenartig und risikoorientiert kontrollieren.
Vorgestellt werden drei Sportler mit ganz unterschiedlichen Ansätzen: Der Magdeburger Yul Oeltze (32), mehrfacher Welt- und Europameister im Zweier-Kanadier, erzählt, wie er seit über zwölf Jahren Supplements nutzt: „Für mich ist Ernährung reines Fueling für mein Training - und mit Supplements kann ich fein justieren, wie ich meine Leistung steigern kann.“
Der Leipziger Luke Epping (21) trainiert fünfmal pro Woche im Gym und will vor allem eines: „Ich möchte einfach so breit wie möglich aussehen und schauen, wie weit ich komme.“ Luca Merten (28), Architekt aus Taucha, verzichtet komplett auf Supplements, setzt auf Meal Prep, um seinen Eiweißbedarf punktgenau zu decken. „Ich sehe mich als Bildhauer meines eigenen Körpers“, sagt er.
Wissenschaftlich ordnet Maria Kristina Parr, Professorin für Pharmazeutische Chemie an der FU Berlin, den Markt ein, sie analysiert Nahrungsergänzungsmittel und stößt dabei immer wieder auf Verunreinigungen, verbotene Substanzen und fehlerhafte Inhaltsangaben.
„exactly“ beleuchtet die Mechanismen eines Milliardenmarktes - und stellt die entscheidende Frage: Wie sicher sind Supplements, wenn Kontrolle erst nach dem Verkauf beginnt und der Markt für viele zur Blackbox wird?
Hinweis
Personen
| von: | Jenna von Thäne, Linda Süß |
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