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Eberhard Piltz sagt gleich zu Beginn seines Films von 1985: „Was ist das für eine Stadt voller Widersprüche? Manchmal wirst du wahnsinnig in Rom, weil nichts funktioniert. Und im nächsten Augenblick genießt du die Freiheit, die du genau dadurch gewinnst.“ Er zeigt danach Bilder aus Rom zum Abschluss seiner dreijährigen Korrespondentenzeit und schildert diese Stadt aus subjektiver Sicht mit all ihren Problemen, Schönheiten und ihren typischen Eigenheiten.
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Der Film fängt schon mal mit herrlicher Musik an, mit Musik von Nino Rota, dem Komponisten von Federico Fellini. Wer es genau wissen will, es ist das Stück vom Ende des Films „8 ½“: „La Passerella Di Addio.“ Und dann sagt Eberhard Piltz gleich zu Beginn: „Was ist das für eine Stadt voller Widersprüche? Manchmal wirst du wahnsinnig in Rom, weil nichts funktioniert. Und im nächsten Augenblick genießt du die Freiheit, die du genau dadurch gewinnst.“ Das war 1985, ist also 34 Jahre her, damals gab es z.B. noch die Democrazia Christiana mit ihrem Herrn Andreotti, und die Caracalla-Thermen waren noch nicht „verschmalzt“ durch drei Tenöre fünf Jahre später zur Fußball-Weltmeisterschaft. Nein, da wurde noch richtige Oper gegeben: „Turandot“ von Puccini.
Und dann trifft Piltz Anita Ekberg: Das ist die Frau, die in „La Dolce Vita“ in den Trevi-Brunnen steigt. Das war, wie sie ihm erzählt, denn sie ist in Rom hängengeblieben, leider im Januar und das Wasser war eiskalt. Die Dreharbeiten für diese Szene dauerten eine ganze Woche und Marcello Mastroianni habe sich vor dem kalten Wasser so gefürchtet, dass er dauernd Wodka trank und deswegen einmal volltrunken in den Brunnen fiel. So erzählt es Anita Ekberg bei einer Fahrt mit der Kutsche dem scheidenden Rom-Korrespondenten. Dann zeigt Piltz den Zuschauern sein Lieblingsplätzchen, den Gemüsemarkt auf dem Campo de‘ Fiori, dem ehemaligen Stadtzentrum von Rom: „Hier und nur hier ist Rom heute noch eine mittelalterliche Kleinstadt“. Klar, der Film gerät Piltz immer mehr zur Liebeserklärung an diese Stadt und man merkt, dass ihm die Trennung schwerfällt.
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