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Eine schäbige Garderobe, kurz vor dem Auftritt. Udo Lindenberg ist nervös. Er singt: „Wenn ich fünf Minuten vor dem Auftritt hinter der Bühne steh und durchs kleine Loch im Vorhang das große Publikum anseh - dann wär ich lieber einer von euch da unten, da hinten zehnte Reihe links, und ich würde denken, na Pop-Star, woll‘n wir doch mal sehn, ob du das bringst.“
Was läuft ab zwischen den Rock-Aristokraten auf der Bühne und dem Publikum im Saal? Welche Ängste, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen? In Gesprächen und Musikbeispielen wird die „typische“ Entwicklung von Popmusikern dokumentiert. Irgendwann hatten alle den „Traum“, auf der Bühne zu stehen und von den Gleichaltrigen bewundert zu werden. Die kommerziellen Mechanismen des Musikgeschäfts verdrehen den „Traum“ und machen ihn zu einer Arbeit, die mindestens ebenso fremdbestimmt ist wie die Arbeitswelt der jungen Leute, die im Parkett sitzen. Millionen werden investiert, noch mehr Millionen müssen reinkommen.
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