37°Leben

Mut unterm Kreuz: Leben im Kloster

bis 13:35
Gesellschaft und Soziales
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260522130500
VPS 13:05

Themen

    Details

    Zwei Ordensmenschen und der gemeinsame Antrieb, aus dem Glauben an Gott Gutes zu tun. Micha und Clara Marie stehen für Katholikinnen und Katholiken, die Verantwortung übernehmen. Die beiden Ordensleute zeigen Haltung und werden dort aktiv, wo die Gesellschaft sie braucht. Micha und Clara Marie gehen neue Wege und wollen so die katholische Kirche ein kleines bisschen verändern. Sie gehen mutig neue Wege und trotzen Widerständen. Schwester Micha (34) möchte in Kassel einen Ort für alle Menschen schaffen, die sich Gott nahe fühlen möchten. Dafür ist sie Teil einer kleinen Gemeinschaft geworden, die es sich zur Aufgabe macht, aus einem alten Pfarrhaus ein ökumenisches Stadtkloster zu errichten - Glaube, Gemeinschaft und gesellschaftliche Fragen sollen hier neu gedacht werden. Schwester Micha hat als nicht-binäre Person in der katholischen Kirche früh erfahren, wie herausfordernd es sein kann, Identität und Glauben miteinander zu verbinden - und setzt sich deshalb heute für die Sichtbarkeit queerer Menschen innerhalb der Kirche ein: „Ich hatte immer das Gefühl, getrennte Leben leben zu müssen. Das will ich für andere ändern.“ Dafür engagiert sich Sr. Micha im Vorstand des Vereins „Out in Church“ und gestaltet Gottesdienste, Workshops und Protestaktionen. Schwester Clara Marie (29) findet ihren Weg im direkten Dienst am Menschen. Im Crescentiakloster in Kaufbeuren ist die Essensausgabe an Bedürftige fester Bestandteil ihres Alltags. Hier begegnet sie Menschen auf Augenhöhe, hört zu, teilt Essen und Zeit. Für sie ist dieser Ort mehr als nur Versorgung - er ist ein Raum der Würde und Gemeinschaft: „Ich spüre eine enge Geschwisterlichkeit zu den Menschen, die zu uns kommen und fühle mich jedes Mal durch die Dankbarkeit der Gäste getragen.“ Ihr Tag strukturiert sich durch die regelmäßigen Gebetszeiten, doch Sr. Clara Marie findet Gott auch außerhalb: „Beim Bouldern und Wandern habe ich eine ganz innige Verbindung zu Gott und frage mich da immer: Was ist mein Halt? Worauf kann ich mich verlassen?“ „37°Leben“ begleitet beide Ordensmenschen in ihrem Alltag zwischen Gebet, Engagement und persönlicher Suche. Der Film zeigt, wie vielfältig das Ordensleben heute sein kann - und was erreicht werden kann, wenn man für andere auf- und einsteht.

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