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Mit „Der Gott der kleinen Dinge“ schuf Arundhati Roy 1997 Weltliteratur und gewann als erste indische Schriftstellerin den Booker Prize. Sie wird zur bekanntesten Autorin Indiens und zur kompromisslosen Stimme für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Ihre Bücher sind Meisterwerke voll politischer Sprengkraft. Die Begegnung mit einer der furchtlosesten Autorinnen unserer Zeit.
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Arundhati Roy wurde 1997 mit ihrem Debüt „Der Gott der kleinen Dinge“ über Nacht weltberühmt. Der Roman verkaufte sich über acht Millionen Mal, wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt - und mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet. Doch anstatt den Erfolg konventionell fortzusetzen und weiter Romane zu schreiben, nutzt Roy ihren Ruhm, um gegen Umweltzerstörung, Ausgrenzung und Nationalismus in Indien zu protestieren. Ihr radikales Engagement bringt sie bis vor Gericht - und sogar ins Gefängnis.
2017, erst 20 Jahre nach ihrem Debüt, erscheint ihr zweiter Roman „Das Ministerium des äußersten Glücks“, ein poetischer, politischer Rundumschlag gegen die Zustände im heutigen Indien. 2025, weitere acht Jahre später, folgt ihr bislang persönlichstes Werk: „Meine Zuflucht und mein Sturm“. Bewegend und kompromisslos ehrlich erzählt Roy von der Frau, die sie prägte wie keine andere - ihrer Mutter Mary Roy: Feministin, Schuldirektorin, Rebellin.
Wie erzählt man die Geschichte einer launischen, herrischen, manchmal gewalttätigen Mutter, ohne sie zu zerstören? Roy gelingt ein Meisterstück literarischen Ambivalenz. „Auf diesen Seiten wird meine Mutter, meine Gangsterin, weiterleben. Sie war meine Zuflucht und mein Sturm.“ Die Dokumentation folgt dieser literarischen Selbstbefragung, spürt der Kraft und dem Schmerz nach, die Roys Schreiben bis heute antreiben.
In einem langen Interview in Delhi gewährt Arundhati Roy tiefe Einblicke in ihr Leben und Schreiben. Die Dokumentation verwebt ihre Erzählung mit poetischen Aufnahmen aus ihrer Heimat Kerala in Südindien - und zeichnet das Porträt einer kompromisslosen Schriftstellerin.
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