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Diese Woche in „Tracks East“: Der Eurovision Song Contest ist eine große paneuropäische Party. Aber in Osteuropa war die Party oft politischer Ernst - und die Songs und Auftritte deutliche gesellschaftliche Zeichen. 2022 war dann der Sieg des Kalush Orchestra aus der Ukraine eine unmissverständliche Abstimmung Europas gegen Russland.
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Der Eurovision Song Contest ist eine große paneuropäische Party. Aber in Osteuropa war die Party oft politischer Ernst - und die Songs und Auftritte auch deutliche gesellschaftliche Zeichen. 2022 gewann das Kalush Orchestra aus der Ukraine den Wettbewerb, was als eine unmissverständliche Abstimmung Europas gegen Russland interpretiert wurde.
Schon 2009 zeigte die georgische Gruppe Stephane & 3G mit dem Hit „We Don‘t Wanna Put In“ sehr deutlich, was sie von Wladimir Putin und dem Krieg in Georgien hielt. Die ESC-Leitung verbot zwar den Auftritt in Moskau, aber die Gruppe hatte die internationale Aufmerksamkeit.
„Tracks East“ schaut nach Georgien, wo Stephane Mgebrishvili, seinerzeit Frontmann von Stephane & 3G, mittlerweile in der Jury für den georgischen Vorentscheid sitzt. Er erzählt von der politischen Kraft des Gesangswettbewerbs und von den aktuellen Unruhen. Im georgischen Vorentscheid war auch die Sängerin und Transfrau Anastasia Pirveli - keine Selbstverständlichkeit in dem Land, in dem das Büro der Tbilisi Pride von einem Mob von Transfeinden gestürmt wurde.
In der Ukraine fand der ESC-Vorentscheid wegen des andauernden Bombenalarms in der Kiewer Metro statt. Die Sängerin Jerry Heil berichtet von dem besonderen Zusammenhalt während dieses ungewöhnlichen Wettbewerbs. Und wir begleiten das Kalush Orchestra in Paris bei seiner neuen Rolle als ukrainische Kulturbotschafter.
Hinweis
Online verfügbar von 15/05/2026 bis 04/11/2026