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Tobias und Jenny leben von Grundsicherung - nun soll die Familienplanung als neue Einnahmequelle dienen. Auch Ange und Mike stellen Arbeit hinten an und verbringen ihre Zeit mit Shopping. Svenya kämpft sich hingegen zurück ins Berufsleben.
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Tobi und Jenny hatten noch nie einen festen Job. Tobias, gesundheitlich erwerbsunfähig, bestreitet neben der Grundsicherung noch Einkünfte als Alleinunterhalter - und weicht damit erneut den Behörden aus. Neue Einnahmequellen sind willkommen und so betrachten sie die Familiengründung sehr rational. Nach dem geplatzten Traum als Make-Up-Artist kämpft sich Svenya hingegen zurück ins Leben - weder ein Überfall auf offener Straße noch ein Schlaganfall können sie aufhalten. Das Jobcenter unterstützt sie während ihrer Umschulung zur Pflegeassistentin und sie beweist Durchhaltevermögen. Ein Minijob als Putzfrau und die Ausbildung zur anerkannten Pflegefachkraft bringen große Hoffnung auf ein Leben ohne Bürgergeld. Das junge Ehepaar Ange und Mike hat die Arbeit wiederum längst zur Nebensache erklärt. Stattdessen prägen das Prinzip „keinen Bock zu Malochen“, Handygames und Shopping den Alltag. Sohn Louis geht jetzt in die Kita, doch auch das wird als lästige Pflicht betrachtet. Die beiden schlagen sich mit Behördenpost herum, ignorieren Sanktionen vom Amt und nehmen stattdessen einen überraschenden Geldsegen des Jobcenters zum Anlass, den Alltag in der Fußgängerzone zu verbringen. Winni war einst erfolgreicher Malermeister und Betriebswirt, ist nach Krankheit und Aufgabe der Selbstständigkeit allerdings am Boden. Doch er gibt nicht auf: In Berlin kämpft er um einen Job als Projektleiter und will seinem langen Arbeitslosendasein ein Ende setzen. Unterstützung findet er bei Halbschwester Silvia, die selbst nach langer Zeitarbeit von Arbeitslosigkeit betroffen ist.
Hinweis
Mehr als 17 Millionen Menschen in Deutschland sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht, mehr als 5,5 Millionen leben von Bürgergeld. Viele arbeiten hart und müssen dennoch jeden Cent zweimal umdrehen. Andere drehen sich morgens lieber selbst nochmal um, statt zur Arbeit zu gehen. Die Dokumentation „Armes Deutschland“ begleitet Menschen, die am Rande der Armutsgrenze leben - und zeigt ihren grundlegend unterschiedlichen Umgang mit ihrer Situation.[Bild: 16:9]
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