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Mirko Talhammer ist fassungslos, als zwei sonderbare Typen in seinem Hamburger Versicherungsbüro auftauchen und ihn unsanft an seine Herkunft erinnern: einen Schrottplatz in der Provinz. Das ist lange her, doch nun hat ihm sein Vater den Schrottplatz vererbt - gemeinsam mit seinem Bruder Letscho, der ihm sein Weggehen nie verziehen hat. Schnell wird den Brüdern klar, dass sie nur eine Zukunft haben, wenn sie sich zusammenraufen und den letzten Plan ihres Vaters verwirklichen: einen Zugraub im ganz großen Stil.
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Mirko Talhammer, Mitte 30, ehrgeizig und selbstsicher, geht völlig in seinem Job bei einer Versicherung auf: Dank windiger Praktiken ist er zum Star-Verkäufer aufgestiegen. Doch droht sein Schneeballsystem aufzufliegen. Mirko braucht schnell sehr viel Geld, wenn er nicht alles verlieren will, was er sich aufgebaut hat. Als wäre das nicht genug, stehen plötzlich zwei zwielichtige Gestalten in seinem Büro: Träumchen und Schmied, zwei „Schrottis“ aus Mirkos Heimat.Sie sind gekommen, um den verlorenen Sohn nach Hause zu holen - auf den Schrottplatz seines Vaters Fiete. Unversehens findet sich Mirko mit blutiger Nase auf dem Bock eines Lasters wieder, der ihn in die Heimat zurücktransportiert. Er erfährt, dass sein Vater Fiete gestorben ist und ihm den Schrottplatz hinterlassen hat - gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Letscho, der immer noch stinksauer ist, dass Mirko die Familie im Stich gelassen hat.Mirko will so schnell wie möglich wieder weg. Doch tritt nach Fietes Beerdigung der Unternehmer Wolfgang Kercher an ihn heran, der schon lange scharf auf den Schrottplatz der Talhammers ist. Er macht Mirko ein Angebot, das der in seiner prekären Lage nicht ablehnen kann. Nun muss er nur noch Letscho zum Verkauf überreden, der davon nichts wissen will: „Lieber tot als Sklave!“ lautet seine Devise.Weil Mirko auf keinen Fall mit leeren Händen abreisen will, quartiert er sich erst mal in Fietes altem Büro ein. Dort fallen ihm Zeichen auf, die sein Vater in einen Bilderrahmen geschnitzt hat. Mirko, im tiefsten Innern ein Schrotti, weiß die Gaunerzinken zu entschlüsseln und was die Sippe plant: einen Zugraub! Luzi, die den Laden zusammenhält, weiht ihn in den genauen Plan ein ...
Hinweis
Max Zähle arbeitete mehrere Jahre als Cutter und Regisseur im Werbe- und Musikvideobereich, bevor er mit einem Aufbaustudium Regie ins Spielfilmfach wechselte. Erste Aufmerksamkeit brachte ihm die Kurzfilmkomödie „Wattwanderer“ (2009). Sein Abschlussfilm „Raju“ (2010) wurde als bester Kurzfilm für den Oscar nominiert und vielfach international ausgezeichnet. Die Themen Heimat und Familie kommen auch in seinem ersten Langspielfilm „Schrotten!“ gelungen zum Ausdruck. Der Film erhielt den Publikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2016 und das Prädikat „besonders wertvoll“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung.Audiodeskription, Produktion: Tamtam Film, NDR, HR, ARTE
Personen
Schauspieler: Rolle | Mirko Talhammer Letscho Talhammer Luzi Fiete Talhammer Opa Talhammer Schmied Träumchen Kamelle Kercher Seifert Rambo |
| Regie: | Max Zähle |
| Drehbuch: | Max Zähle, Oliver Keidel, Johanna Pfaff |
| Kostüme: | Katrin Aschendorf |
| Kamera: | Carol Burandt von Kameke |
| Musik: | Daniel Hoffknecht, Gary Marlowe |
| Redaktion: | Sabine Holtgreve, Jörg Himstedt, Andreas Schreitmüller |