Henry Stephen, geboren als Chan Tik-Fong, mit seiner Kamera. Der Wunsch, vor dem Hintergrund politischer Umbrüche in China und kolonialer Einflussnahme in Hongkong die eigene Geschichte neu zu schreiben, steht im Zentrum des Films.
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Henry Stephen, geboren als Chan Tik-Fong, mit seiner Kamera. Der Wunsch, vor dem Hintergrund politischer Umbrüche in China und kolonialer Einflussnahme in Hongkong die eigene Geschichte neu zu schreiben, steht im Zentrum des Films.

Hilda Stephen, geboren als Hilda Yik, beim Schreiben eines Gedichts. Ihre Namensänderung symbolisiert auch, wie kollektive Geschichte und persönliche Entscheidungen ineinandergreifen.
Übersicht
Auf den ersten Blick stammt Mary Stephen aus einer gewöhnlichen chinesischen Familie - wäre da nicht ihr englischer Name. In diesem persönlichen Dokumentarfilm begibt sich die Regisseurin auf eine Spurensuche über Kontinente und Jahrzehnte. Was verbirgt sich hinter ihrem Namen? Gibt es eine Verbindung zu Virginia Woolf - und hat sie ihr Leben geprägt?
Themen
Details
Mary Stephen erzählt in ihren Dokumentarfilmen Geschichten, die sie selbst rätselhaft und spannend findet - diesmal die Geschichte ihres englischen Nachnamens. Als Regisseurin und Cutterin verbindet sie persönliche Spurensuche mit historischer Recherche. Acht Jahrzehnte und zwei Kontinente umspannt ihre Suche nach dem Ursprung ihres Namens, die sie zu unerwarteten Erkenntnissen führt.
Ihr Film setzt sich aus Amateuraufnahmen, Familienfotos, Reisebildern und Archivmaterial zusammen. Diese Fragmente fügen sich zu einem Mosaik, das individuelles Schicksal und kollektive Geschichte verbindet. Stephens Recherche führt sie durch die Umbrüche Chinas - vom Ende der Qing-Dynastie über Bürgerkrieg und japanische Besatzung bis zur Machtübernahme der Kommunisten. Zugleich rückt Hongkong in den Blick, seit 1842 britische Kolonie, wo westliche Moderne auf fernöstliche Tradition trifft.
Die Reise beginnt in den Arbeitervierteln Hongkongs, wo ihre Eltern lebten, und führt nach Wuhan. In den 1930er Jahren hatte dort der britische Intellektuelle Julian Bell, ein Neffe Virginia Woolfs, eine skandalöse Affäre mit einer verheirateten chinesischen Schriftstellerin.
Weitere Stationen ihrer Suche sind Australien, London und das französische Cassis. Immer wieder stößt Stephen auf überraschende Verbindungen.
Wie wurden aus Hilda Yik und Chan Tik-Fong plötzlich Henry und Hilda Stephen? Stephens Film zeigt, wie Geschichte und persönliche Entscheidungen ineinandergreifen. Ihr Film kreist um Themen wie menschliche Existenz und Herkunft, den Wunsch, die eigene Geschichte neu zu schreiben und die universelle Versuchung, aus dem eigenen Leben einen Roman zu machen.
Hinweis
Der Dokumentarfilm lief 2025 bei zwei renommierten Festivals, dem Toronto International Film Festival in Kanada (Weltpremiere, Event-Screening), sowie dem International Documentary Film Festival Amsterdam in den Niederlanden .
Personen
Top-Spielfilm am 13.05.
Spielfilm
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