Bildauswahl:
Übersicht
«Ich hatte Angst, mich anzustecken.» Für Mirco wurde selbst das Berühren eines Türgriffs zur Bedrohung, aus Angst vor Vergiftung. Bis heute lebt er mit Wasch- und Kontrollzwängen. Auch Céline kämpfte mit belastenden Zwangsgedanken. Eine «rec.»-Reportage über Alltag und Umgang mit Zwangsstörungen.
Themen
Details
«Es hat mir komplett die Lebensfreude entzogen», sagt Céline über ihre Zwangsgedanken. Erste Symptome traten in ihrer Teenagerzeit auf. Immer wieder drängte sich derselbe beunruhigende Gedanke auf: «Was, wenn ich jemanden in der Öffentlichkeit sexuell belästige?» Wie eine Schallplatte mit Sprung liefen die irrationalen Befürchtungen in Dauerschleife. Aus Scham sprach sie jahrelang mit niemandem darüber. Psychologe Paul Lukas bestätigt: Viele Betroffene leiden im Verborgenen aus Angst vor Unverständnis. Der Weg zur Heilung führt oft über Konfrontation. «rec.»-Reporterin Anna Kreidler begleitet Mirco bei einer Expositionstherapie, in der er sich seiner Furcht vor einer Kontamination stellt und schmutzige Wäsche anfassen und in die Waschmaschine legen muss: «Wenn ich Angst habe, dann mache ich es halt mit Angst.»
Hinweis
Personen