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Der Maler Max Beckmann (1884-1950) ist einer der wichtigsten Vertreter der klassischen Moderne, bekannt vor allem durch seine ernsten Selbstporträts. Doch es gibt auch einen anderen Beckmann. Einen Künstler, der gerne reiste und dies mit Fotos und Filmaufnahmen dokumentierte: im Badekostüm, beim Tennis oder ausgelassen vor der Kamera.
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Zusammen mit seiner zweiten Frau Mathilde, genannt Quappi, dokumentierte Max Beckmann die gemeinsamen Reisen nach Holland, Italien und Frankreich. Postkarten, Pässe und nicht zuletzt der große Reisekoffer sind bis heute erhalten. Unterwegs entstanden nicht nur zahlreiche Fotos, sondern auch private Aufnahmen zu Alltagssituationen, in denen sich das Paar gegenseitig filmte. Und da sieht man einen Beckmann, dem es offensichtlich Spaß bereitet, sich selbst im Badekostüm zu inszenieren und vor der Kamera Faxen zu machen.Die Dokumentation zeigt erstmals diese vom Künstler selbst gemachten Aufnahmen, die heute in der Münchener Pinakothek der Moderne aufbewahrt werden, und geht der Frage nach, wie sich das Reisen auf das Werk Beckmanns auswirkte. Zu sehen sind viele der atmosphärischen Bilder, die er seinem geliebten Meer und der Kulinarik widmete. Doch viele Werke spiegeln auch die Entbehrungen des Exils während des Zweiten Weltkriegs. Seine letzten Lebensjahre verbringt der Künstler in Missouri und New York. Dort begeistert er sich für die unbekannten, weiten Landschaften der USA.In seinen Bildern verknüpft Max Beckmann die Motive des Unterwegsseins immer wieder mit der Lebenssituation, in der er sich befindet. So entsteht ein Wechselspiel aus Naturbildern, inneren und imaginären Reisen.
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