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Düster, rückständig, frauenfeindlich - das Mittelalter hat einen schlechten Ruf. Völlig zu Unrecht. Vielmehr würden seine Wirtschafts- und Lebensformen den Weg in eine bessere, nachhaltigere, emanzipiertere Zukunft weisen, argumentiert Historikerin Annette Kehnel.
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Mittelaltermärkte boomen, Fantasy-Sagas werden zu Bestsellern und Streaming-Hits. Abgesehen davon wird jedoch mit Abscheu und Angst auf das sogenannte Mittelalter geblickt. Die Zeit zwischen 500 und 1500 n. Chr. gilt als verlorene Epoche der Stagnation, des Aberglaubens und der Unterdrückung. Schuld daran sei eine Mischung aus Unwissen und Überheblichkeit, argumentiert Historikerin und Sachbuchautorin Annette Kehnel. Tatsächlich offenbart ein Blick auf die vormoderne Geschichte wertvolle Anregungen für unsere Zukunft - jenseits von Gewinnstreben und Eigennutz. Baustoffrecycling, Crowdfunding, nachhaltige Fischerei, Secondhand-Märkte - das alles gab es schon einmal. Wie konnte dieses Wissen verloren gehen? Und wie wäre es neu fruchtbar zu machen?
Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger entwirft Annette Kehnel Wege in ein anderes Wirtschaften.
Hinweis
Personen
| Moderator: | Wolfram Eilenberger |
| Gäste: | Annette Kehnel; |
Top-Spielfilm am 27.03.
Spielfilm
(The Ghostwriter), Frankreich / Deutschland / Großbritannien / Belgien 2010
BR, 22:50-00:50 Uhr
Ein Ghostwriter übernimmt die Memoiren eines ehemaligen britischen Premierministers und gerät zunehmend in ein gefährliches Netz aus politischen Intrigen. Je tiefer er gräbt, desto deutlicher wird: Hinter der glänzenden Fassade lauern dunkle Geheimnisse. Roman Polanski inszeniert einen kühlen, hochspannenden Politthriller mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan.Nach dem mysteriösen Tod seines...
Der Ghostwriter