Das Haller Radieschenfest

2019
bis 18:15
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20260424173000
VPS 17:30

Übersicht

Es ist eines der knackigsten Feste in Tirol: das Haller Radieschenfest. Die Doku ist kein „Gemüsefilm“, sondern ein gut gelauntes und musikalisch umrahmtes Porträt einer erfolgreichen Stadt und den Menschen aus ihrer Umgebung.

Themen

    Details

    Die Dokumentation begleitet die Thaurer Bauern von den Vorbereitungen bis zu ihrem 18. Radieschenfest. Die Feierlichkeit steht zugleich für den traditionellen Saisonauftakt der örtlichen Bauernschaft, bei dem sich Brauchtum und Naturprodukt begegnen. Die Menschen erfreuen sich des Frühlings und der ersten erfolgreichen Felderträge. Man könnte auch sagen, das Haller Radieschenfest ist der früheste Erntedank in Österreich. Der Film versucht entsprechend auch die soziale Komponente der Veranstaltung zu erfassen:Der Gemüsebaumeister Romed Giner ist einer der Hauptverantwortlichen dieses besonderen Fests, das vor 18 Jahren von seinem Vater miterdacht worden war. Als Ortsbauernobmann von Thaur obliegt ihm die Wahl der Tiroler Radieschenprinzessin, die diesmal von der jungen Thaurerin Diana Norz verkörpert wird. Gekrönt ist die junge Studentin mit einem mit Swarovski-Steinchen verzierten Radieschendiadem, und sie repräsentiert als Botschafterin des ‘Radies‘ die Frische des kleinen roten Fest-Protagonisten, der dem Tiroler Gemüsebau einen bemerkenswerten Auftrieb gegeben hat. Unmengen von Radieschen werden von den Bauern geerntet, gewaschen, gebündelt und poliert. Giner selbst bereitet mit eifrigen Helfern eine Radieschenpyramide aus Tausenden Radieschen vor, die von den Höfen der Region stammen. Später beim Einzug soll der Wagen mit der Radieschenpyramide allen verkünden: Die Thaurer Gemüsebauern kommen! Spannend ist auch der Rekordversuch, das längste Radieschenbrot des Landes herzustellen, Bäcker, Bauern, alle packen mit an. Über 30 Meter lang soll das Brot werden. Und nicht nur den Gästegusto regt es an. Der Reinerlös, den der g‘schmackige Fest-Snack schließlich einbringt, wird für einen guten Zweck gespendet. Und die milde Schärfe des kleinen Rettichs wird mit Freibier vom Fass gelöscht, das die Bürgermeisterin von Hall und der Bürgermeister von Thaur zur Festeröffnung feierlich anschlagen.Der offizielle Auftakt für das Fest ist dann eine größere Aktion: Kinder mit Trettraktoren, sämtliche Bauern aus der Region, die Musikkapelle Thaur, der örtliche Trachtenverein mit Obmann Michael Feichtner, selbst bekennender Radieschen-Fan, sie alle und noch mehr marschieren ein. Der Einzug ist lang, fahren doch auch etliche Oldtimer-Traktoren mit, und Radieschen wohin das Auge schaut. Immer wieder gerne gestaltet auch die Familienmusik Runggatscher aus Absam solche Tage mit und sorgt für Stimmung. Vater Herbert ist genau der richtige dafür, ein umtriebiger Musiker, der schon mit Hansi Hinteresser tourte. Der Papa und sein Kontrabass werden flankiert von Sohn Mathias auf der steirischen Harmonika und Tochter Katharina an der Gitarre. Die Musikstudentin genießt auch sonst gerne die Stimmung in Hall, das an diesem Tag auch vom Lachen der Kinder widerhallt. Eine Hüpfburg und ein Klettergerüst stehen bereit, wo sich die Kleinen austoben können. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich kreativ zu beschäftigen - so beim Bemalen von Marmeladegläsern, in denen sie dann Radieschen ziehen können. Betreut werden sie von Kindertrainerin Nina Jenewein-Saxer mit ihrem Team, das auch einen Sinnesparcour gestaltet, bei dem Gemüse erschmeckt und erfühlt werden kann. Die jährlich stattfindende Feierlichkeit ist also noch bunter, als das Radieschen rot ist.Doch für die Gemüsebauern ist die rote Nutzpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse ein Hauptprodukt in der Genussregion Nordtiroler Gemüse. Daher wird unter den ersten im Frühjahr geernteten Feldfrüchten besonders die kleine knackige Knolle groß gefeiert. Die Altstadt von Hall bietet dazu eine attraktive Kulisse: Für ein unterhaltsames Fest zu Ehren der ersten Feldernte in Thaur, dem „größten Gemüsegarten Österreichs“.

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