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Jahrelanges Training, eiserne Disziplin und ein Leben fernab der DDR-Normalität: So sah jahrzehntelang der Alltag für Nachwuchstalente im DDR-Leistungssport aus.„Terra X History“ zeigt die Geschichte eines einzigartigen Fördersystems, das Mädchen und Jungen in abgeschotteten Kinder- und Jugendsportschulen zu Spitzensportlern formen sollte - und dabei nicht selten über deren körperliche und seelische Grenzen hinausging.Die DDR setzte früh auf den Sport als politisches Instrument. Mit einem ausgeklügelten Talentsichtungssystem wurden sportliche Talente ausgewählt, in Internaten untergebracht und täglich trainiert. Das Ziel: internationale Erfolge, um dem Staat Renommee zu verschaffen. Sportlerinnen und Sportler sollten zu „Diplomaten im Trainingsanzug“ werden - mit Privilegien, aber auch enormem Leistungsdruck. Doping gehörte dazu - oft ohne Wissen der jungen Athletinnen und Athleten.Der Film erzählt ihre persönlichen Geschichten: Heimweh, psychische Belastung, Konkurrenzdruck, aber auch Freundschaft und der Traum vom Sieg. Ehemalige Sportler, darunter die mehrfache Olympia-Medaillengewinnerin Kornelia Ender, der Olympiasieger und spätere Profi-Boxweltmeister Henry Maske und der Radsportler Jens Voigt, berichten über Erfolge und Niederlagen, über Doping und die Schattenseiten des Systems.
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