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Sie retten, tragen und schnüffeln. Tiere begleiten Menschen an der Front: Ob Maultiere, Riesenhamsterratten oder Delfine - Tiere sind dort im Einsatz, wo Technik oft scheitert.
Tiere begleiten Kriege seit Jahrtausenden. Sie sichern Nachschub, erkunden Gelände, warnen vor Gefahren und geben Halt in Extremsituationen. „Terra X History“ zeigt ihre Geschichten- und macht klar: Tiere im Krieg können Menschenleben retten.
Gebirgsjäger der Bundeswehr arbeiten bis heute mit Maultieren und Eseln. Die Tragtierkompanie in Bad Reichenhall setzt die Tiere dort ein, wo Technik versagt: im Hochgebirge, bei Kälte, im schwierigsten Gelände. Sie transportieren Munition, Wasser und Treibstoff - zuverlässig, leise und wendig.
Der Film erinnert auch an die legendäre Geschichte des Esels Murphy, der 1915 zusammen mit dem australischen Sanitäter John Simpson Hunderte Verwundete aus dem Feuer der Schlacht von Gallipoli brachte. In Australien gilt Murphy bis heute als Symbol für Mut und Menschlichkeit.
Andere Tiere geraten unfreiwillig in fragwürdige Experimente. Im Zweiten Weltkrieg entwickeln US Militärs eine „Fledermausbombe“. Die Idee scheitert spektakulär und zeigt, wie weit der Mensch zuweilen geht, um Kriegstechnologie voranzutreiben.
Unter Wasser übernehmen Delfine Aufgaben, die keine Maschine so zuverlässig meistert. Sie orten Minen, schützen Häfen oder markieren Gefahrenstellen. Die Dokumentation zeigt, wie die US-Navy seit den 1960er-Jahren mit Delfinen arbeitet - und warum ihre Sonartechnik bis heute gefragt ist.
Auch Ratten werden zu Lebensrettern. In Afrika und Asien spüren Riesenhamsterratten Minen auf - schnell, leicht und ohne Gefahr für sich selbst. Die berühmteste unter ihnen, Magawa, erhält eine internationale Tapferkeitsmedaille.
Katzen wiederum dienen seit Jahrhunderten auf Schiffen und an Frontlinien. Sie jagen Ratten, schützen Vorräte - und geben Soldaten emotionale Nähe. Bis heute berichten Soldaten in der Ukraine von ihren Frontkatzen und von den Momenten des Trosts, die sie schenken.
„Tiere im Krieg - Spione, Boten, Kämpfer“ zeigt, wie Tiere Kriegsgeschichte schreiben - und welchen Preis sie dafür zahlen.
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