Französischer Legionär im Einsatz (Winter 1942-1943)
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Französischer Legionär im Einsatz (Winter 1942-1943)

Henri-André Lacroix (li.), Bataillonschef und Träger einer Auszeichnung der Wehrmacht

Inkorporationszeremonie der freiwilligen Legionäre der LVF, die für den Kampf gegen den Bolschewismus angeworben wurden, in der Kaserne Borgnis-Desbordes in Versailles

Parade der ersten französischen Freiwilligen in Deba, Polen, im Herbst 1941
Übersicht
Während des Zweiten Weltkriegs kämpften Zehntausende Franzosen Seite an Seite mit der deutschen Wehrmacht - in Weißrussland, Polen, Frankreich und Deutschland. Als Mitglieder der „Légion des volontaires français“ (LVF) und später der SS-Division „Charlemagne“ waren sie an Kriegsverbrechen und dem Holocaust beteiligt. Der Dokumentarfilm stützt sich auf bislang unveröffentlichte militärische, gerichtliche und private Quellen. Er korrigiert die lange Zeit vorherrschenden, verklärten Darstellungen überlebender Freiwilliger und legt unbequeme Wahrheiten über die französische Kollaboration offen. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die Kontinuitäten rechtsextremer Bewegungen in Frankreich, die heute erneut nach politischer Macht streben.
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Während des Zweiten Weltkriegs kämpften Zehntausende Franzosen freiwillig an der Seite der deutschen Wehrmacht - in Weißrussland, Polen, Frankreich und Deutschland. Sie folgten dem Aufruf von Kollaborationsführern wie Jacques Doriot, Marcel Déat, Joseph Darnand oder Fernand de Brinon und stellten sich in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie. Zunächst dienten sie in der „Légion des volontaires français“ , später in der SS-Division „Charlemagne“. Noch im Mai 1945 gehörten französische SS-Angehörige zu den letzten Verteidigern des „Führerbunkers“ in Berlin.
Doch ihr Einsatz war nicht nur militärisch: Ab 1941 wurden die französischen Freiwilligen vor allem im Hinterland der Ostfront zur Partisanenbekämpfung eingesetzt - und waren dabei aktiv am Holocaust sowie an Massakern an der Zivilbevölkerung beteiligt. In Frankreich selbst ging die Milice française mit brutaler Härte gegen Widerstandskämpfer vor und verübte willkürliche Morde an verdächtigen Zivilisten.
Nach Kriegsende hatte die französische Justiz große Schwierigkeiten, das volle Ausmaß dieser Verbrechen - insbesondere in Osteuropa - zu erfassen. Viele Täter kamen mit milden Strafen davon oder entgingen einer Verurteilung ganz. Amnestiegesetze sorgten dafür, dass dieses dunkle Kapitel der französischen Geschichte weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt wurde.
Der Dokumentarfilm korrigiert die lange Zeit vorherrschenden, verklärten Darstellungen überlebender Freiwilliger. Anhand bisher unveröffentlichter militärischer, gerichtlicher und privater Quellen zeigt er die ungeschönte Realität der begangenen Verbrechen - und die direkte Beteiligung dieser Franzosen am Holocaust. Gleichzeitig wirft er einen Blick auf die Kontinuitäten rechtsextremer Bewegungen, deren politische Erben in Frankreich heute erneut nach der Macht greifen.
Hinweis
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Top-Spielfilm am 17.03.
Spielfilm
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Die Wikinger