Das Raubkunst-Puzzle - Suche nach Gerechtigkeit

bis 11:00
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260125101500
VPS 10:15

Wem gehört der Buddha-Kopf?


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Wem gehört der Buddha-Kopf?


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Kunstdetektivin Dr. Kathrin Kleibl.

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    Ein gigantischer Raubzug ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt: der organisierte Kunstraub an jüdischen Familien, die aus Nazideutschland zur Ausreise genötigt worden waren. Bis heute suchen Erben nach ihrem Eigentum, oft vergeblich. Dr. Kathrin Kleibl, norddeutsche Provenienzforscherin, widmet sich der Aufklärung dieses Verbrechens und möchte für Gerechtigkeit sorgen. Sie versucht, den Verbleib der geraubten Kunst zu rekonstruieren, um sie den rechtmäßigen Besitzern zurückgeben zu können. Filmemacherin Sophia Münder-Führing hat Kathrin Kleibl über ein Jahr lang mit der Kamera begleitet und eine spannende, zeitgeschichtliche Dokumentation realisiert. Den jüdischen Familien, die Deutschland verlassen sollten, war versprochen worden, ihr Eigentum mitnehmen zu können. Doch ihr Hab und Gut blieb oft im Land. Tausende Kisten, sogenannte Liftvans, lagerten etwa im Hamburger Südwesthafen, beschlagnahmt von der Gestapo. Statt die Gegenstände ihren Besitzern nachzuschicken, wurden sie versteigert. Ganze Hausstände kamen in der „Hamburger Gerichtsvollzieherei“ und in zahlreichen Auktionshäusern unter den Hammer, darunter auch wertvolle Kunst. Zeitungsannoncen warben damals unverhohlen für die Versteigerungen der „Judenkisten“. 7,2 Millionen Reichsmark brachten die Auktionen in Hamburg den Nationalsozialisten ein. Eine staatlich organisierte Schnäppchenjagd, sagt der Historiker Frank Bajohr. Die Objekte verschwanden bei Privatpersonen, Museen und Händlern, die meisten Gegenstände sind bis heute verschollen. Wer waren die Eigentümer und wer die Käufer? Das möchte Kathrin Kleibl herausfinden: „Das große Ziel ist es, diese Objekte den Familien zurückzugeben.“ In einem Forschungsprojekt, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, begibt sich Kleibl auf Spurensuche. Einen Vorteil hat sie: Die Nazis haben das Unrecht akribisch dokumentiert. Tausende Seiten Versteigerungsprotokolle, Lagerbücher und Rechnungen kann Kathrin Kleibl auswerten, ein mühsames Geschäft. Jedoch: „Aus diesen Puzzleteilen können wir den Weg eines Liftes vom Heimatort bis zu dem Verkauf schlussendlich in Hamburg nachvollziehen“, sagt Kleibl. Jüdische Nachfahren hoffen, nun endlich ihr Eigentum wiederzuerlangen. Familie Koch aus Wiesbaden etwa musste nach London emigrieren. Doch ihre beiden Umzugskisten, darin eine kostbare Kunstsammlung mit Werken von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky und Paul Klee, kamen nie an. Wo ist das Umzugsgut der Großeltern geblieben? Diese Frage lässt dem Erben bis heute keine Ruhe. Zu einem Gemälde gibt es eine konkrete Spur, aber etliche Eigentumswechsel und ein immer noch verschlossener Kunstmarkt erschweren die Suche. „Wenn unsere Generation nicht mehr sucht, dann bleibt dieses Kapitel für immer im Dunkeln verschwunden“, befürchtet der rechtmäßige Eigentümer. Auch die hochkarätige Kunstsammlung von Johanna Ploschitzki aus Berlin ist verschollen. Ihr Umzugsgut, darunter Werke von renommierten Künstlern wie Camille Pissarro, Max Beckmann und Max Liebermann, wurde drei Tage lang in Hamburg versteigert. Insgesamt ging es um 1500 Objekte. Ihre Nachfahren suchen ebenfalls bis heute. Ein Objekt konnte Kathrin Kleibl immerhin wiederfinden. Es schlummerte jahrelang in einem Hamburger Museum, erworben im Dezember 1941 auf einer der berüchtigten Versteigerungen. Wird die Rückgabe des geraubten Gutes gelingen? Auch Dr. Ute Haug, Provenienzforscherin in der Hamburger Kunsthalle, stellt dieses Kapitel deutscher Geschichte vor eine Herausforderung: Ihr Haus kaufte im Jahr 1941 acht Gemälde auf einer Versteigerung. Das belegen Nummern auf der Rückseite der Gemälde. Aber lassen sich die Bilder den Familien zuordnen, denen sie geraubt wurden? Um das herauszufinden, setzt auch Ute Haug auf die Unterstützung von Kathrin Kleibl.

    Hinweis

    Personen

    von:Sophia Münder-Führing

    Top-Spielfilm am 25.01.

    Spielfilm

    ARD - Das Erste 23:35: Führer und Verführer
    ARD - Das Erste
    23:35

    23:35:ARD - Das Erste Führer und Verführer

    Deutschland / Slowakei 2024

    ARD - Das Erste, 23:35-01:45 Uhr

    In „Führer und Verführer“ geht es um die größten Verbrechen der Menschheit: Holocaust und Zweiter Weltkrieg. Der Film sucht auf bisher nicht gezeigte Weise Antworten auf wichtige Fragen der Geschichte: Wie konnte es den Tätern gelingen, ihre Verbrechen umzusetzen, und warum folgte die Mehrheit der Deutschen Hitler in diese Katastrophe? Autor und Regisseur Joachim A. Lang beleuchtet die...
    Führer und Verführer

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