Jassir Arafat tritt 1973 als offizieller ""Staatsgast"" bei den X. Weltfestspielen der Jugend in Ost-Berlin auf.
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Jassir Arafat tritt 1973 als offizieller ""Staatsgast"" bei den X. Weltfestspielen der Jugend in Ost-Berlin auf.

Israelische Fans bei der Trauerfeier im Münchner Olympiastadion im Jahr 1972

Jassir Arafat (li.) zusammen mit Erich Honecker (re.) im Jahr 1982

Interviewpartner Jeffrey Herf, Historiker von der Universität Maryland, räumt in seinem Buch "Unerklärte Kriege gegen Israel" mit der Vorstellung des "konsequent antifaschistischen" Staates DDR auf.

Ein palästinensisches Flüchtlingslager im Jahr 1973
Übersicht
Sommer 1972: Bei den Olympischen Spielen in München rücken zwei sehr unterschiedliche Akteure in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Während die Deutsche Demokratische Republik mit sportlichen Höchstleistungen für Aufsehen sorgt, erschüttert die palästinensische Terrororganisation „Schwarzer September“ die Welt mit dem Mord an elf israelischen Sportlern. So verschieden ihre Methoden auch sind, eint DDR und PLO ein Ziel: die weltweite Anerkennung als eigenständige Nationen.
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Ein Jahr nach München, Ost-Berlin im August 1973: Die DDR hat die Welt zu Gast. Die X. Weltfestspiele der Jugend sind der sozialistische Gegenentwurf zu den Olympischen Spielen. Unliebsame Gäste erhalten kurzerhand Einreiseverbot, andere werden inhaftiert. Das Sicherheitsaufgebot ist überdimensioniert. Einer der offiziellen „Staatsgäste“ ist Jassir Arafat, der an der Seite von Erich Honecker hofiert und von den Massen gefeiert wird. Passend dazu eröffnet damals die offizielle PLO-Vertretung in Ost-Berlin.
Wie und warum konnte es passieren, dass sich der „antifaschistische“ sozialistische deutsche Staat daran beteiligte, Organisationen und Länder zu unterstützen, die an der Auslöschung des Staates Israel arbeiteten? Was taten beide Seiten dafür, aus der internationalen Isolation auszubrechen? Und welche Rolle spielten die Geheimdienste, vor allem die ostdeutsche Staatssicherheit, die „Stasi“?
Antworten geben unter anderem Dominique Vidal, der als französischer Student bei den Weltfestspielen der Jugend für internationales Renommee sorgen soll und sogar zum Posterboy in den WG-Zimmern ostdeutscher Studentinnen wird, und der Historiker Jeffrey Herf von der Universität Maryland, der mit seinem Buch „Unerklärte Kriege gegen Israel“ mit der Vorstellung des „konsequent antifaschistischen“ Staates DDR aufräumt.
Hinweis
Personen
Top-Spielfilm am 11.01.
Spielfilm
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In 80 Tagen um die Welt