Leid und Herrlichkeit

Spanien, 2019
Drama
  • Zweikanalton
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20240423235500
VPS 00:00

Übersicht

Die Einladung, seinen grössten Film an einer Retrospektive in Madrid vorzustellen, bringt den alternden Filmemacher Salvador dazu, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. SRF 1 zeigt Pedro Almodóvars bewegende Ode an das Kino zum 50. Geburtstag von Penélope Cruz.

Themen

    Details

    Der alternde Regisseur Salvador ist ein widersprüchlicher Mensch. Gequält von chronischen Leiden und Selbstmitleid und voller Sehnsucht nach vergangenen Tagen lebt er zurückgezogen in seiner mit Kunstwerken gefüllten Wohnung in Madrid, wo sich eine alte Freundin um ihn kümmert. Als er anlässlich einer Retrospektive seiner Werke eingeladen wird, seinen bekanntesten Film «El sabor» vor Publikum vorzustellen, muss er sich widerstrebend seiner Vergangenheit stellen. Am meisten hadert er damit, mit Alberto Kontakt aufzunehmen, dem Star des Films, mit dem er sich damals zutiefst zerstritten hatte. Doch als er Alberto aufsucht, ist der alte Streit rasch vergessen. Die beiden Männer kommen erstaunlich gut miteinander aus, auch weil Albertos lockerer Umgang mit Drogen, den Salvador ihm damals zum Vorwurf machte, nun etwas Gutes hat: Gemeinsam dröhnen sie sich in Albertos Garten zu, und Salvador verfällt in eine Art Trance, die ihn seine von seinen zahlreichen Krankheiten ausgelösten Schmerzen vergessen und in der Vergangenheit schwelgen lässt. Kurz danach wird auch das Wiedersehen mit der grossen Liebe seines Lebens, Frederico , zu einer Begegnung mit alten Sehnsüchten und Schmerzen. Pedro Almodóvar nennt «Dolor y gloria» eine Autofiktion, einer Mischung aus Autobiografischem und Erfundenem. Im Mittelpunkt der Geschichte steht denn auch nicht wie sonst häufig bei Almodóvar eine Frau, sondern ein Mann. Damit ist es der dritte Film einer Trilogie, die der Spanier mit seinen Werken «La ley del deseo» (1987) und «La mala educación» (2004) begonnen hat, die er ebenfalls aus männlicher Perspektive erzählt hat. Antonio Banderas brilliert in «Dolor y gloria» als Alter Ego des Regisseurs und erhielt für seine Rolle verschiedene Auszeichnungen, unter anderem wurde er für einen Oscar nominiert und als bester Darsteller am Filmfestival in Cannes ausgezeichnet. Neben Banderas spielt Almodóvars andere langjährige Muse, Penélope Cruz, eine Nebenrolle; sie gibt die junge Mutter von Salvador. In Almodóvars «Madres paralelas» spielt Cruz wieder die Hauptrolle. SRF zeigt beide Filme anlässlich des 50. Geburtstags des spanischen Stars.

    Hinweis

    [Sprachenn: deutsch / spanisch]

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Salvador Mallo
    Federico
    Jacinta
    Alberto Crespo
    Regie:Pedro Almodóvar
    Drehbuch:Pedro Almodóvar
    Kamera:José Luis Alcaine
    Musik:Alberto Iglesias
    TVinfo
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