Übersicht
Statt Schwanenfedern und Spitzenschuh stehen in Johan Ingers Version von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Schwanensee“ tiefgründige Beziehungsthemen im Vordergrund. Zudem geht die Inszenierung der Frage nach, welchen Einfluss Gewalt und Manipulation auf Beziehungen haben.
Themen
Details
Johan Inger ist bekannt für seine choreographischen Deutungen geprägt von Ironie, Poesie und einem humorvollen Blick auf das Menschsein. Für seine tänzerischen Literaturadaptionen von „Carmen“ und „Peer Gynt“ wird der schwedische Choreograph gefeiert. Eine weitere Facette seiner Arbeit zeigt er nun in seiner Version von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Schwanensee“.Dafür greift Inger auf Johann Karl August Musäus‘ fantastische Erzählung „Der geraubte Schleier“ (1784) zurück und baut aus diesem alten Volksmärchen eine moderne Schwanengeschichte. Leticia Gañán und Curt Allen Wilmer sind die kreativen Köpfe, die in der Schnittstelle zwischen Architektur und Szenografie mit den Parametern des Raums experimentieren. Im Bühnenbild der Dresdner „Schwanensee“-Produktion spielen sie mit mobilen Wänden, Spiegeln, Licht, Farbe und Projektionen und schaffen so Sinneserlebnisse, in denen Tanz und Raum als narrative Ressource ineinandergreifen.
Hinweis
Synchronfassung, Fotos
Personen
| Regie: | Tilo Krause |
| Inszenierung: | Johan Inger |
| Dirigent: | Thomas Herzog, Robert Houssart |