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„Sobald ich die Tür aufmache und rausgehe, bin ich eine Person, die alles daransetzt, den Schein zu wahren.“ Marina Evans führt ein ganz normales Berufsleben. Doch hinter ihrer Wohnungstür verbirgt sie ein Leben, von dem niemand etwas wissen soll: In ihrer Wohnung stapeln sich die Dinge, ein Zimmer hat sie seit Jahren nicht mehr betreten, Besuch bekommt sie nur von den Menschen, die ihr mit ihrer Krankheit helfen. Marina Evans heißt eigentlich anders - ihren Namen haben wir zu ihrem Schutz geändert. Die Y-Kollektiv-Reporter Anne Thiele und Philipp Katzer begleiten sie auf dem Weg, aus diesem Chaos herauszukommen.
Seit vier Jahren arbeitet Evans mit einer Therapeutin daran, Dinge loszulassen und die Ursachen für die Krankheit zu ergründen und zu verstehen. Eine Hauswirtschafterin und eine Sozialarbeiterin unterstützen sie dabei. Trotzdem ist es hart, die alten Muster loszulassen. Denn hinter dem Chaos steckt mehr als Unordnung. Der Film des Y-Kollektivs geht der Frage nach, warum Menschen wie Marina Evans nicht „einfach“ ausmisten können.
Gleichzeitig machen andere mit Wohnungen, in denen Messies und Menschen mit pathologischem Hortungsverhalten leben, Millionen Klicks. Der 19-jährige Tomas Martens aus Wurzen räumt ein zugestelltes Haus aus und dokumentiert die Verwandlung auf Social Media. Millionen schauen zu, wie aus Chaos wieder Ordnung wird. Woher kommt diese Faszination - und was bleibt in den spektakulären Vorher-Nachher-Bildern unsichtbar?
Die Reportage blickt hinter die viralen Bilder und kommt Marina Evans und anderen Betroffenen näher: Was bewegt sie? Was steckt hinter dem Horten? Und was braucht es, damit Veränderung wirklich möglich wird? Ein Y-Kollektiv-Film über Scham, ein verborgenes Leben und die schwierige Frage, wie man aus der Überforderung wieder herausfindet.
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