Themen
Details
Unerkannte Durchblutungsstörung: ein Test am Fußknöchel kann Leben retten
Ein Ziehen in der Wade beim Gehen, das schnell wieder verschwindet, so unauffällig beginnt eine gefährliche Gefäßkrankheit: die periphere arterielle Verschlusskrankheit umgangssprachlich auch Schaufensterkrankheit genannt. Die verengten Adern in den Beinen bleiben oft jahrelang unbemerkt, weil die Durchblutung im Alltag zunächst noch ausreicht. Besonders gefährdet sind Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Rauchervergangenheit.
Die Dunkelziffer ist hoch: Laut Hamburg City Health Study könnte jeder vierte Erwachsene zwischen 45 und 79 Jahren betroffen sein, die meisten, ohne es zu wissen. Früh erkannt, kann das Fortschreiten wirksam gebremst werden. Häufig wird die Diagnose jedoch zu spät gestellt, dann drohen fatale Folgen: Je nach Risikoprofil liegt das Amputations- und Sterberisiko bei der pAVK höher als bei den meisten Krebserkrankungen. Ein simpler Test am Fußknöchel könnte viele Schicksale ändern, betonen Spezialisten. Doch bislang gibt es keine regelhafte Untersuchung; die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn bereits ein konkreter Verdacht besteht. Dabei könnte Früherkennung hier großes Leid vermeiden und Leben retten.
Hinweis
Personen
3 weitere Sendetermine