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Alles Leben auf der Erde basiert auf Kohlenstoff. Was macht dieses Element so einzigartig? Und könnte außerirdisches Leben nicht auch ganz anders funktionieren?
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Die Molekularbiologin Kerstin Göpfrich erläutert, was Kohlenstoff so besonders macht: Er kann mit fast allen chemischen Elementen Verbindungen eingehen. Mit seiner Hilfe kann man so gut wie alles bauen: Diamanten, Plastik, flüssiges Erdöl, gasförmiges Kohlendioxid, Proteine und DNA. Kohlenstoff ist die Basis allen Lebens, wie wir es kennen - müssen deshalb also auch Aliens aus Kohlenstoff bestehen? Oder gelten im All vielleicht ganz andere Regeln?
Zumindest sollte es auch im All überall genug Kohlenstoff geben, denn der Stoff selbst ist ein „Alien“, erklärt der Astrophysiker Andreas Burkert. Er wird im Inneren von Riesensternen geschmiedet und beim Tod dieser Sterne mit einer Supernova-Explosion ins Weltall geschleudert. Kohlenstoff könnte also auch auf fremden Planeten die Grundlage von Leben sein.
Deshalb sucht die Astrophysikerin Lisa Kaltenegger in der Atmosphäre von Planeten nach Sauerstoff und Methan - Moleküle, die von kohlenstoff-basierten Wesen produziert werden. Obwohl Astronomen Planeten entdeckt haben, die ähnlich für Leben geeignet wären wie die Erde - der Beweis für außerirdisches Leben fehlt nach wie vor. Schränken wir uns mit der Suche nach Kohlenstoff vielleicht zu sehr ein?
Leben im All könnte auch ganz anders aussehen, davon ist der Chemiker Lee Cronin überzeugt. In einer eiskalten oder glühend heißen Umgebung ohne Sauerstoff und ohne Wasser könnte Silizium die Rolle übernehmen, die Kohlenstoff auf der Erde innehat. Es könnte Aliens geben, die ihren Stoffwechsel mit einer Art Batterie betreiben. Und auch Lebewesen aus Metall seien absolut im Bereich des Möglichen. Sind unsere Teleskope dafür aber vielleicht blind?
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